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[Bildunterschrift: Seit der Privatisierung hat die Telekom jedes Jahr tausende Stellen abgebaut - bislang ohne betriebsbedingte Kündigungen. ]
Die Deutsche Telekom will den Umbau ihrer Geschäftskundensparte T-Systems vorantreiben und schließt dabei betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Im September werde der Konzern ein neues Abfindungsprogramm in Deutschland starten, teilte die Telekom mit. Die Abfindungen richteten sich nach Alter und Betriebszugehörigkeit. Das Angebot gelte für Mitarbeiter mit und ohne Führungsaufgaben.
"Wir müssen uns auf diesem Weg auch von Mitarbeitern trennen", sagte Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Telekom. Der Umbau solle so sozialverträglich wie möglich über die Bühne gehen. "Sollten die sozialverträglichen Maßnahmen allerdings nicht ausreichen, kann ich in letzter Konsequenz betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen". Zahlen nannte Sattelberger nicht. Die "Rheinische Post" berichtete unter Berufung auf Konzernkreise, weltweit stünden bei T-Systems bis zu 4000 Stellen auf der Kippe.
Lothar Schröder, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft ver.di, kritisierte den Vorstoß Sattelbergers. Die Verhandlungen über einen Interessenausgleich bei T-Systems seien nicht abgeschlossen. "Hier jetzt mit der Brechstange ranzugehen, schadet allen Beteiligten", sagte der Schröder. Das Vorgehen sei eine "unglaubliche Provokation. Der Konzernvorstand hat offenbar die letzten Hemmungen verloren. Er will wohl die Öffentlichkeit an Kündigungen gewöhnen, um sich vor sozialverträglichen Lösungen zu drücken."
Die Geschäftskundensparte T-Systems erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit rund 56.500 Beschäftigten einen Umsatz von zwölf Milliarden Euro. Der gesamte Konzern beschäftigt derzeit weltweit etwa 242.000 Mitarbeiter. Seit der Privatisierung 1995 hat die Telekom jedes Jahr rund 10.000 Stellen reduziert - bislang stets ohne betriebsbedingte Kündigungen.
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