Telekom streicht jede zehnte Verwaltungsstelle

Umbau in Deutschland

Telekom streicht jede zehnte Verwaltungsstelle

Das Logo der Deutschen Telekom leuchtet auf dem Dach der Zentrale des Unternehmens in Bonn. (Bildquelle: dpa)
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Die Telekom spricht von einem Stellenumbau statt einem -abbau.

Die Telekom will annähernd 1200 Verwaltungsstellen in Deutschland streichen. Jeder zehnte der 12.000 Jobs in Dachfunktionen in der Verwaltung der Telekom Deutschland soll damit bis zum 30. Juni wegfallen. Das sagte ein Unternehmenssprecher und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts". Es gehe um Bereiche wie Buchhaltung, Marketing und Steuerung.

Durch die Zusammenführung der Festnetzsparte T-Home mit dem Mobilfunkgeschäft T-Mobile 2010 entstanden im Konzern offenbar an vielen Stellen Doppelfunktionen, die der Konzern jetzt abbauen will.

Neue Stellen unter anderem für den Ausbau der Breitbandnetze?

Den betroffenen Arbeitnehmern solle ein Wechsel in die operativen Bereiche oder eine Abfindung angeboten werden, sagte der Sprecher. Die Telekom braucht unter anderem mehr Fachkräfte für den geplanten Ausbau der Breitbandnetze, des mobilen Internets und die Umstellung des gesamten Telekom-Netzes auf IP-Technologie. Im Dezember hatte der Konzern massive Investitionen in diese Bereiche angekündigt.

Nach Informationen des "Handelsblatts" verspricht sich der Konzern von den aktuellen Stellenstreichungen Einsparungen von rund 100 Millionen Euro jährlich. Der Konzern verstehe seine Pläne in erster Linie als Umbau- und nicht als ein Abbauprogramm.

Parallel dazu läuft das "Shape Headquarters"-Projekt, nach dem bis 2015 rund 40 Prozent von derzeit 3200 Vollzeitstellen in der Bonner Konzernzentrale abgebaut werden sollen. Dies entspricht rund 1300 Arbeitsplätzen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Januar 2013 um 10:30 Uhr.

Stand: 17.01.2013 10:41 Uhr

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