streik öffentlicher dienst

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst Gutes Geld oder gute Kassenlage

Stand: 13.03.2014 15:24 Uhr

Für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen haben in Potsdam die Tarifverhandlungen begonnen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der dbb-Beamtenbund verlangen einen Sockelbetrag von 100 Euro mehr für alle Arbeitnehmer und zusätzlich einen Gehaltszuwachs von 3,5 Prozent.

Ver.di-Chef Frank Bsirske verteidigte die Forderungen der Gewerkschaften. "Die Bürger erwarten gute Dienstleistungen im öffentlichen Dienst - und das verlangt gute Leute, die gutes Geld erwarten können", sagte er im ARD-Morgenmagazin. Die Gewerkschaft habe sich vorgenommen, "hier ein starkes Signal zu setzen". Gleichzeitig räumte er ein: "Es ist eigentlich noch nie das rausgekommen am Ende, was am Anfang gefordert worden ist."

Frank Bsirske, Vorsitzender ver.di, zu den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst
ARD-Morgenmagazin, 13.03.2014

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"Die Bäume wachsen nicht in den Himmel"

Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, appellierte an die Arbeitnehmervertreter, "die Kirche im Dorf zu lassen". Es werde eine Lohnerhöhung geben, "aber die Bäume wachsen nicht in den Himmel", sagte der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin.

Würde der Abschluss auch auf die Beamten übertragen, belastete dies die öffentlichen Kassen mit acht Milliarden Euro und laufe dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts zuwider. "Das ist nicht vorgesehen. Wir wollen ja gerade weg von den Schulden", ergänzte er.

Thomas de Maizière, CDU, Bundesinnenminister, zu den Tarifverhandlungen
ARD-Morgenmagazin, 13.03.2014

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Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) stellt sich auf baldige Arbeitsniederlegungen ein. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben für den 20. und 21. März eine zweite Tarifrunde in Potsdam vereinbart. Die dritte Verhandlungsrunde soll ab dem 31. März stattfinden.

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