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30.05.2012

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Wirtschaft
Neue Tarifrunde für Tageszeitungen vertagt
Tarifkonflikt bei den Tageszeitungen

Tarifrunde erneut vertagt

Die neunte Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Redakteure an Tageszeitungen ist am späten Abendnach siebenstündigen Gesprächen in Hamburg vertagt worden. Nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) endete die neunte Verhandlungsrunde mit einem Verzicht der Verleger auf massive Einschnitte in die Tarifverträge für Zeitungsjournalisten.

Zeitungen an einem Zeitungsständer (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Zeitungen an einem Kiosk ]
Die Verleger von ihrer im Dezember 2010 aufgestellten Forderung nach einem um 15 Prozent abgesenkten Tarifwerk für Berufseinsteiger abgerückt, wie der DJV mitteilte. Mögliche Veränderungen in der Struktur des Gehaltstarifvertrags für den journalistischen Nachwuchs würden zu einem späteren Zeitpunkt noch verhandelt. "Damit ist der Dumping-Tarifvertrag für Berufseinsteiger vom Tisch", sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring.

Am Ende der siebenstündigen Verhandlung legten die Verlegervertreter ein weiteres Angebot vor, das von der Gewerkschaft ver.di als unzureichend bewertet wurde, wie die Gewerkschaft in Berlin mitteilte. Die zuständige Tarifkommission berät nun am 8. August die Verhandlungssituation, die Tarifverhandlungen sollen möglichst bald fortgesetzt werden.

In Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben sich die Redakteure in Urabstimmungen für einen Streik ausgesprochen. Die Redakteure in Baden-Württemberg sind nach ver.di-Angaben seit fünfzehn Tagen in Folge im Ausstand. Die Arbeitsniederlegungen sollen auch parallel zu den Verhandlungen in Hamburg weitergehen.

Stand: 02.08.2011 22:41 Uhr
 

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