Mann mit IG-Metall-Fahne in der Hand | Bildquelle: dpa

Abschluss in Baden-Württemberg Einigung im Tarifstreit der Metaller

Stand: 06.02.2018 02:59 Uhr

Das ist ein Signal für die gesamte Metall- und Elektroindustrie in Deutschland: Arbeitgeber und die IG Metall Baden-Württemberg haben einen Abschluss erzielt und sich auf flexiblere Arbeitszeiten und eine Lohnerhöhung geeinigt.

Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie haben sich auf neue Regeln für flexiblere Arbeitszeiten und eine Lohnerhöhung geeinigt. Die 900.000 Beschäftigten der Branche in Baden-Württemberg erhalten demnach 4,3 Pozent mehr Geld. Für die Monate Januar bis März erhalten sie eine Einmalzahlung von 100 Euro, 2019 außerdem einen Festbetrag von 400 Euro sowie ein neues tarifliches Zusatzgeld von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens.

Einigung im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie
tagesschau 20:00 Uhr, 06.02.2018, Stefan Maier, SWR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Einigung auch bei Arbeitszeiten

Ab 2019 haben alle Vollzeit-Beschäftigten einen individuellen Anspruch auf eine verkürzte Vollzeit von bis zu 28 Wochenstunden für maximal zwei Jahre. Beschäftigte mit familiären Verpflichtungen oder beruflichen Belastungen wie Schichtarbeit können außerdem das neue tarifliche Zusatzgeld in freie Tage umwandeln und so von zusätzlicher Freizeit profitieren.

Auf der anderen Seite sieht der neue Tarifvertrag Regelungen vor, der es vielen Betriebe erlaubt, mit deutlich mehr Beschäftigten als heute 40-Stunden-Verträge abzuschließen, wie der Arbeitgeberverband Südwestmetall mitteilte.

"Vernünftig ausbalanciert"

Die Vier vor dem Komma schmerze, erklärte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf im Anschluss an die Verhandlungen. Allerdings habe man eine lange Laufzeit von 27 Monaten vereinbart und somit für Planungssicherheit gesorgt. "Ich glaube, das neue Tarifsystem ist vernünftig ausbalanciert", sagte Wolf.

Sendungsbild
galerie

Stefan Wolf, der Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung Südwestmetall, und Roman Zitzelsberger, der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg lobten beide den Abschluss.

IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger betonte, die Gewerkschaft habe in allen wesentlichen Eckpunkte Ergebnisse erzielt. "Wir haben als Tarifpartner in Baden-Württemberg unter Beweis gestellt, dass wir schwierige Themen vernünftig regeln können." 

Komplexe Regelung - bald für alle?

Beide Verhandlungspartner betonten, die Lösungen seien sehr vielschichtig. "Das ist die Hypothek: Die wahnsinnige Komplexität des Ganzen und die Aufgabe, das nun der Öffentlichkeit, den Betrieben und den Mitarbeitern zu erklären", sagte Wolf.

Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2020. Baden-Württemberg ist im laufenden Tarifstreit der Pilotbezirk - eine Einigung könnte von den anderen Bezirken übernommen werden.

Einigung im Tarifstreit in Metall- und Elektroindustrie
Geli Hensolt, DLF
06.02.2018 13:27 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Februar 2018 um 04:42 Uhr.

Darstellung: