Eine Kundin zahlt ihre Einkäufe. | Bildquelle: dpa

Kaufkraft und Gehälter Tarifverdienste steigen um 2,3 Prozent

Stand: 12.12.2017 09:23 Uhr

Tariflich organisierte Arbeitnehmer können sich in diesem Jahr mehr leisten als im Vorjahr. Die tariflichen Monatsverdienste in Deutschland sind 2017 um 2,3 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr bei lediglich 1,7 Prozent liegen.

Die Löhne von rund 17 Millionen tariflich Beschäftigten in Deutschland sind 2017 stärker gestiegen als in den beiden Vorjahren. Sie legten einschließlich Sonderzahlungen um durchschnittlich 2,3 Prozent zum Vorjahr zu, wie das Statistische Bundesamt nach ersten Berechnungen mitteilte.

2016 gab es ein Plus von 2,0 Prozent, 2015 von 2,1 Prozent. 2014 fiel der Zuwachs mit 3,2 Prozent besonders deutlich aus.

Die Tarifverdienste steigen damit das sechste Jahr in Folge kräftiger als die Preise, was die Kaufkraft der Beschäftigten erhöht. Nach Prognose des Sachverständigenrates wird die Inflationsrate in diesem Jahr bei 1,7 Prozent liegen.

Neue Verhandlungen im kommenden Jahr

Allerdings waren die realen Lohnzuwächse in den vergangenen Jahren höher, weil die Teuerungsrate wegen niedriger Ölpreise stark gedrückt wurde. 2016 etwa lag sie bei 0,5 Prozent, 2015 sogar nur bei 0,3 Prozent.

Im kommenden Jahr verhandeln die DGB-Gewerkschaften für rund 9,7 Millionen Beschäftigte einer Übersicht des WSI-Instituts zufolge über neue Tarifverträge.

Die größten Branchen sind die Metaller mit rund 3,9 Millionen Beschäftigten, der öffentliche Dienst von Bund und Gemeinden (2,5 Millionen), das Bauhauptgewerbe (700.000) und die Chemische Industrie (530.000).

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Dezember 2017 um 9.45 Uhr.

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