Neuwagen von Mercedes-Benz und BMW | Bildquelle: picture alliance / Ingo Wagner

Südkorea verhängt Strafen Bußgelder gegen deutsche Autobauer

Stand: 09.11.2017 11:40 Uhr

BMW, Mercedes und Porsche müssen zusammen rund 54 Millionen Euro Strafe in Südkorea zahlen. Grund sind gefälschte Abgastests und Verstöße gegen Abgasregeln, erklärte das Umweltministerium in Seoul. Es will zudem den Verkauf mehrerer BMW-Modelle stoppen.

Südkorea hat die Autohersteller BMW, Mercedes-Benz und Porsche wegen Verstoßes gegen die Abgasregeln zu Bußgeldern verdonnert. Ingesamt gehe es um eine Summe von 70,3 Milliarden Won (rund 54 Millionen Euro). Der Löwenanteil entfalle mit 60,8 Milliarden Won (etwa 47 Millionen Euro) auf BMW, teilte das Umweltministerium in Seoul mit.

Gefälschte Dokumente

Dem Konzern werde vorgeworfen, Dokumente zu Abgastests gefälscht zu haben. Zudem habe BMW Autos auf den Markt gebracht, ohne eine Genehmigung für Änderungen von Teilen zur Abgaskontrolle erhalten zu haben. BMW erklärte, mit den Behörden zu kooperieren und notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Das Ministerium kündigte an, Zertifikate für Treibstoffeffizienz zu annullieren und den Verkauf von 28 BMW-Modellen zu stoppen. Bereits verkaufte Autos seien davon nicht betroffen.

Mercedes soll 7,8 Milliarden Won berappen, weil der Konzern ebenfalls Autos auf den Markt gebracht habe, ohne eine Genehmigung für Änderungen von Teilen zur Abgaskontrolle erhalten zu haben. Porsche soll aus demselben Grund 1,7 Milliarden Won zahlen.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 09. November 2017 um 11:30 Uhr.

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