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[Bildunterschrift: 2007 - ein Streik-Rekordjahr ]
Deutsche Arbeitnehmer haben 2007 häufiger als in den vergangenen 14 Jahren gestreikt. Mit rund 580.000 Arbeitstagen stieg die Zahl auf den höchsten Stand seit 1993, wie der Tarifexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Hagen Lesch, der "Frankfurter Rundschau" sagte.
Der Arbeitskampf der Lokführer sei dabei lediglich mit acht Prozent der Ausfalltage zu Buche geschlagen. Der Ausstand der Telekom-Mitarbeiter im vergangenen Jahr machte hingegen 70 Prozent der Streiktage aus. Der damalige fünfwöchige Arbeitskampf bei der Deutschen Telekom richtete sich gegen die Auslagerung von 50.000 Beschäftigten und die Kürzung ihrer Gehälter. "Solche Abwehrstreiks sind ein neues Phänomen", sagte Lesch dem Blatt.
[Bildunterschrift: Bundesweit - wie hier in Oldenburg - demonstrierten im Mai 2007 Telekom-Beschäftigte gegen die Umbaupläne des Konzerns. ]
Für 2008 rechnet Lesch mit relativ kurzen Arbeitskämpfen. Lohnkonflikte seien nicht "so zäh wie Abwehrstreiks". Dank der besseren Konjunktur sei diesmal auch eine spürbare Gehaltserhöhung möglich, etwa im öffentlichen Dienst.
Zuversichtlich zeigte sich Lesch gegenüber der Zeitung auch beim Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn. Ihm zufolge sei "allenfalls damit zu rechnen, dass die Lokführer nochmal drei oder vier Tage streiken". Die GDL müsse die Verhältnismäßigkeit wahren, andernfalls könnten Gerichte erneut Streikverbote aussprechen.
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