Fluggäste warten in einer Schlange am Terminal. | Bildquelle: dpa

Erneut Streik auf Berliner Flughäfen Hunderte Flüge fallen aus

Stand: 13.03.2017 04:35 Uhr

Erst am Freitag hatten die Mitarbeiter des Bodenpersonals auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld ihre Arbeit niedergelegt, nun streiken sie erneut. Insgesamt fallen rund 650 Flüge aus. Der Ausstand soll bis morgen früh andauern.

Seit vier Uhr am Morgen herrscht auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wieder Stillstand - zumindest beim Bodenpersonal. Dessen Mitarbeiter sind in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Als Folge fallen Hunderte Flüge aus.

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Berlin Airport müssen in Tegel fast 450 Verbindungen gestrichen werden, in Schönefeld sind es knapp 200 Flüge. Die Zahl könne sich noch leicht erhöhen. Der Streik soll bis Dienstagmorgen um fünf Uhr andauern. Passagiere werden gebeten, sich rechtzeitig über ihre Verbindungen zu informieren.

Bereits am Freitag hatten Reisende Geduld und Flexibilität beweisen müssen - auch da hatte das Bodenpersonal die Arbeit niedergelegt. Fast 700 Flüge waren ausgefallen, zudem gab es zahlreiche Verspätungen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert innerhalb eines Jahres einen Euro mehr pro Stunde, die Arbeitgeber wollen die Gehaltserhöhung auf vier Jahre strecken. Das Bodenpersonal bekommt derzeit etwa elf Euro pro Stunde. Die Beschäftigten beim Bodenpersonal hatten sich vergangene Woche bei einer Urabstimmung zu fast 99 Prozent für den Arbeitskampf ausgesprochen. Danach hatte die Arbeitgeberseite zwar ein neues Angebot vorgelegt - dieses hatte Verdi jedoch als nicht verhandelbar zurückgewiesen und Nachbesserungen verlangt.

Ver.di-Streikleiter Enrico Rüm kritisierte, dass die Arbeitgeberseite das Wochenende "ungenutzt verstreichen" ließ, ohne ein "verhandlungsfähiges" Angebot vorzulegen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. März 2017 u.a. um 03:08 und 04:49 Uhr.

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