Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn geht zu Rosneft-Tochter

Strauss-Kahn wird Aufseher bei Rosneft-Tochter

Russischer Staatskonzern statt IWF

Dominique Strauss-Kahn (Bildquelle: Reuters)
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Geht in den Aufsichtsrat einer Rosneft-Tochter: Dominique Strauss-Kahn

Gut zwei Jahre nach seinem Rücktritt als IWF-Chef wechselt Dominique Strauss-Kahn in den Aufsichtsrat einer Rosneft-Tochter in Russland. Wie aus einer Mitteilung an Aufsichtsbehörden hervorgeht, bekommt der 64-Jährige einen Sitz bei der Russian Regional Development Bank. Das Institut ist eine Tochter der staatlichen Rosneft, die gemessen an der Produktion der größte Ölkonzern der Welt ist.

Außergerichtliche Einigung mit Zimmermädchen

Strauss-Kahn war im Jahr 2011 von der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten, nachdem er wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung eines Zimmermädchens in New York festgenommen worden war. Der Finanzexperte hatte erklärt, der Sex mit ihr sei einvernehmlich gewesen.

IWF-Chefin Christine Lagarde (Bildquelle: REUTERS)
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Strauss-Kahns Nachfolgerin Lagarde

Die Anklage gegen ihn wurde später wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers fallen gelassen. In einem Zivilprozess, den das Zimmermädchen angestrebt hatte, einigte er sich später außergerichtlich mit ihr.

Strauss-Kahn war von 2007 bis 2011 IWF-Chef. In letzter Zeit trat er wieder häufiger in der Öffentlichkeit auf und gab mehrere Interviews. Nachfolgerin von Strauss-Kahn an der IWF-Spitze wurde die frühere französische Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde.

Stand: 15.07.2013 15:15 Uhr

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