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Steve Jobs musste in seinem Leben schon oft schwierige Zeiten überstehen. Um seine Adoptiveltern finanziell zu entlasten, brach er sein Studium ab. Später wurde er von seiner eigenen Firma gefeuert. Nun tritt er wegen Krankheit aus seinem Amt zurück.
Von Katharina Wilhelm, ARD-Hörfunkstudio Los Angeles
Bleibe hungrig und bleibe kindisch. Das ist der Rat von Steve Jobs, als er vor einer Gruppe von Studenten spricht. "Manchmal trifft dich das Leben wie ein Backstein am Kopf. Dann darfst du nicht deinen Glauben an dich aufgeben. Das Einzige was mich immer angetrieben hat, war meine Hingabe zu dem, was ich liebe."
[Bildunterschrift: Steve Jobs winkt dem Publikum bei einer Apple-Veranstaltung im März 2011 in San Francisco zu. ]
Steve Jobs hat viele Schicksalsschläge einstecken müssen, beruflich und privat. Schon ganz früh im Leben stellte er fest, dass nichts wirklich Bestand hat. Steve Jobs wurde von seiner leiblichen Mutter zur Adoption freigegeben, weil sie ihn nicht ernähren konnte. "Meine biologische Mutter war eine junge ledige Studentin, die wollte, dass ich von Akademikern adoptiert werden würde, damit ich eine Ausbildung erhalte", erzählt Jobs. "Sie fand auch ein Anwaltspärchen und die Adoption war schon ausgemacht. Im letzten Moment entschied sich das Pärchen dann aber, dass es doch lieber ein Mädchen wollte."
Steve Jobs wusste im Leben nie, was ihn erwartet. Der in San Francisco geborene Amerikaner lernte zu improvisieren. Weil er seine Adoptiveltern nicht zu sehr finanziell belasten wollte, brach er sogar sein Studium ab. "Das war ziemlich angsteinflößend damals, aber heute im Rückblick war das eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. In der Minute, in der ich mit der Uni aufgehört hatte, konnte ich mich auf das konzentrieren, was mich wirklich interessiert. Wer nach vorne blickt, weiß nie was wirklich Sinn macht. Nur im Rückblick scheint etwas logisch. Du musst Vertrauen haben, deinem Bauchgefühl folgen oder deinem Schicksal, deinem Leben, deinem Karma. Dieser Ansatz hat mich nie im Stich gelassen und hat immer Großes in meinem Leben bewirkt", erzählt Jobs.
Zum Beispiel als er von seiner eigenen Firma gefeuert wurde. Steve Jobs gründete Apple 1976 in der Garage seiner Adoptiveltern. Aber als das Unternehmen 4000 Angestellte hatte, wurde er nach einem Streit mit dem Geschäftsführer einfach entlassen. "Wie kann man aus seiner eigenen Firma gefeuert werden? Ich habe damals einen sehr talentierten Mann eingestellt, der das Tagesgeschäft übernahm", erklärt Jobs. "Als wir aber unterschiedlicher Auffassungen waren, wohin sich Apple entwickeln sollte, nahm der Verwaltungsrat seine Seite ein. Mit 30 wurde ich dann arbeitslos. Das, worauf ich mich mein ganzes Leben konzentriert hatte, war plötzlich weg, und es war vernichtend."
Steve Jobs lernte mit Verlusten umzugehen. Die Last der Verantwortung tauschte er ein gegen die Leichtigkeit etwas Neues zu gründen: Die Firmen Next und Pixar, welche er beide groß machte. Als Apple schließlich Next kaufte, landete Jobs wieder bei Apple. "Das alles wäre nie passiert, wenn ich nicht damals von Apple gefeuert worden wäre", sagt er rückblickend.
Mit 17 las er ein Zitat, das ihn beeindruckte: "Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter." Seitdem schaut Jobs jeden Tag in den Spiegel und fragt sich: "Wenn das dein letzter Tag wäre, würdest du ihn dann so leben? Und wenn ich die Frage mit nein beantworte, dann weiß ich, ich muss etwas ändern."
Privat warf ihn allerdings eine schwere Krankheit zurück: 2004 war bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden, 2009 musste er sich eine neue Leber transplantieren lassen. Am 24. August trat er von seinem Amt als Apple Chef zurück.
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