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Steuerabkommen Schweiz

Neue Erkenntnisse

Steuerflucht via Schweiz nach Singapur?

Die Schweizer Großbank UBS hat Berichte zurückgewiesen, wonach sie deutschen Kunden helfe, Vermögen in Singapur vor dem Fiskus zu verstecken. "Wir bieten unseren Kunden in diesem Geschäft keine Steuerberatung an", erklärte ein UBS-Sprecher.

Logo der Schweizer Bank UBS
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Die UBS wies die Vorwürfe zurück.

Das Geldinstitut reagierte damit auf Anfragen zu einem Bericht der "Financial Times Deutschland". Danach soll die Staatsanwaltschaft von Nordrhein-Westfalen mit dem Ankauf interner Daten der UBS in den Besitz von Unterlagen gekommen sein, die zeigen würden, wie Schweizer Banken Steuerhinterziehern helfen, Vermögen in Fernost zu verstecken.

Dem "FTD"-Bericht zufolge befinden sich auf der CD Videoaufnahmen, auf denen hochrangige UBS-Mitarbeiter Anleitungen geben, wie deutsche Kunden ihr Geld am besten vor den Steuerbehörden verstecken können. Die CD soll es auch ermöglichen, Steuerhinterziehern auf die Spur zu kommen, die ihr Geld bereits nach Fernost gebracht haben.

Deutsches Schwarzgeld in Singapur? - UBS dementiert Vorwürfe
H. J. Maurus, ARD Zürich
11.08.2012 11:11 Uhr

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UBS wies diese Darstellungen zurück: Die Bank biete den Kunden "keine Unterstützung bei Handlungen, die der Umgehung ihrer Steuerpflichten dienen", erklärte der Unternehmenssprecher Dominique Gerster. "Wir verzeichnen seit der Ankündigung des Steuerabkommens keine Zunahme von Anfragen nach Vermögenstransfers in andere Regionen."

Hinweise auf neue Strategien

NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans warf Schweizer Banken indes vor, Strategien zur Aushebelung des zwischen Deutschland und der Schweiz vereinbarten Steuerabkommens zu entwickeln. Auf die Frage, ob sie Geld deutscher Kunden nach Fernost transferierten, sagte der SPD-Politiker im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF, die Fahndung habe Hinweise darauf, dass "jetzt schon in großem Stil natürlich darüber nachgedacht wird, wie das Geld, das in der Schweiz geparkt ist und das für die Banken eine wichtige Finanzierungsgrundlage ist", auch erhalten werden könne.

Stand: 10.08.2012 10:21 Uhr

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Wie soll der Fiskus mit unversteuerten Geldern in der Schweiz umgehen? Die Bundesregierung setzt auf das Steuerabkommen und hält den Ankauf von Datenträgern für rechtlich fragwürdig. Die SPD und vor allem die rot-grüne Landesregierung von NRW halten den Kauf von Steuerdaten dagegen für wirkungsvoller als das Abkommen. Dieses sei voller Schlupflöcher und bedeute eine Amnestie für Steuerstraftäter. Sollten deutsche Behörden weiter Steuerdaten kaufen - was meinen Sie?

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