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Britische Bank einigt sich mit Finanzaufsicht
Standard Chartered zahlt Millionen in Iran-Affäre
Im Streit um mutmaßlich illegale Iran-Geschäfte hat sich die britische Großbank Standard Chartered (StanChart) mit der New Yorker Finanzaufsicht auf einen Vergleich über 340 Millionen Dollar (284 Millionen Euro) geeinigt. Das Geldhaus habe einer Zahlung in dieser Höhe zugestimmt, teilte die Behörde DFS mit.
Analysten hatten eine Summe von bis zu einer Milliarde Dollar für möglich gehalten. Laut DFS erklärte sich StanChart ferner zu einer mindestens zweijährigen Überwachung ihrer Geldwäsche-Kontrollen bereit. Die Bank gab dazu bisher keine Stellungnahme ab.
Milliardengeschäfte mit dem Iran?
Die Aufsichtsbehörde wirft Standard Chartered vor, fast zehn Jahre lang trotz Sanktionen Geschäfte mit dem Iran abgewickelt zu haben. Die Rede ist von einem Gesamtvolumen von mindestens 250 Milliarden Dollar. StanChart habe wie eine "Schurken"-Bank agiert und das US-Finanzsystem für Terroristen und Drogenhändler geöffnet.
Bank stand vor Lizenzverlust
Die Bank hatte die Vorwürfe nach Bekanntwerden bestritten. Der Börsenkurs war indes massiv eingebrochen. Das hatte für Druck gesorgt, den Fall schnell aus der Welt zu schaffen. An diesem Mittwoch hätte Bankchef Peter Sands vor einem Ausschuss in New York aussagen sollen. Der Termin wurde nun abgesagt.
Bei der Vorladung sollte über die gefährdete StanChart-Bankenlizenz in den USA entschieden werden. Das Institut sollte dabei erklären, warum es die Lizenz behalten sollte. Ohne Zulassung hätte StanChart keinen direkten Zugang mehr zum wichtigen amerikanischen Finanzmarkt.
Stand: 14.08.2012 21:10 Uhr
