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New Yorker Börsenaufsicht gegen Standard Chartered

Illegale Iran-Geschäfte einer britischen "Schurkenbank"?

Standard Chartered
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Standard Chartered beteuert: Fast alle Iran-Geschäfte seien legal gewesen.

Die britische Großbank Standard Chartered hat laut Ermittlungen der New Yorker Börsenaufsicht jahrelang Geldgeschäfte im Umfang von 250 Milliarden US-Dollar (202 Milliarden Euro) für iranische Banken abgewickelt. Das sei wegen der geltenden Sanktionen gegen das Land illegal.

Die Bank verdiente mit den illegalen Geschäften laut der US-Finanzaufsicht Hunderte Millionen Dollar an Gebühren. Insgesamt soll das Institut rund 60.000 einzelne Transaktionen abgewickelt und vor den Behörden verborgen haben. Das Institut habe wie eine "Schurkenbank" agiert und den US-Finanzmarkt für Terroristen und Drogenhändler geöffnet, hieß es.

Die Märkte reagierten auf die Vorwürfe heftig: Die Aktie brach an der Londoner Börse um bis zu 26 Prozent ein und erreichte zwischenzeitlich ein Drei-Jahres-Tief. Das war der bislang höchste Tagesverlust für Standard Chartered.

Verlieren die Briten die US-Zulassung?

Der Bank drohen harte Strafen: Analysten rechnen einerseits mit Milliardenbelastungen. Andererseits warnte die Aufsicht vor, davor dass die US-Zulassung entzogen werden könnte - das könnte Dollar-Geschäfte von Standard Chartered erschweren. Zunächst muss die Bank nun einen unabhängigen Aufseher einstellen, der die Geschäfte überwacht.

Standard Chartered widersprach den Vorwürfen. Die Darstellung der Behörde gäben nicht das korrekte Bild wieder. Mehr als 99,9 Prozent der Transaktionen im Zusammenhang mit dem Iran seien legal gewesen. Nur bei Geschäften im Umfang von 14 Millionen Dollar sei dies anders gewesen. Die Geschäftsbeziehungen zu iranischen Kunden seien dann vor mehr als fünf Jahren komplett eingestellt worden.

Vorwürfe gegen britische Großbank wegen Geldwäsche für Iran
T. Huhn, NDR London
07.08.2012 20:10 Uhr

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Stand: 07.08.2012 14:42 Uhr

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