Stahlkocher vor dem Ofen | Bildquelle: dpa

Einigung im Tarifstreit Mehr Geld für nordwestdeutsche Stahlkocher

Stand: 06.03.2013 05:33 Uhr

IG Metall und Stahlarbeitgeber haben sich am frühen Morgen in Düsseldorf auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 75.000 Stahlkocher in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen geeinigt. Nach zehnstündiger Verhandlung teilte die Gewerkschaft mit, die Stahlarbeiter würden ab dem 1. März drei Prozent höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen erhalten.

Für die Auszubildenden, die ab sofort Altersvorsorgewirksame Leistungen in Anspruch nehmen, sei eine Verdoppelung des Arbeitgeberbeitrags auf 26,59 Euro erreicht worden, teilte die IG Metall nach der dritten Verhandlungsrunde weiter mit.

Verbesserte Altersteilzeitregelungen

Zusätzlich wurden die Möglichkeiten für den Übergang in die Altersteilzeit und für die Altersvorsorge verbessert. Die Quote der Anspruchsberechtigten auf Altersteilzeit werde für die Laufzeit von vier auf fünf Prozent angehoben. Beschäftigte, die künftig einen Altersteilzeitvertrag abschließen, bekämen einen zwei-prozentigen statt bisher ein-prozentigen Inflationsausgleich für die Abfindungszahlungen zum Rentenübergang.

Auch der Anfang des Jahres ausgelaufene Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung sei verlängert worden. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 15 Monate.

Gewerkschaft lobt "gutes Ergebnis"

Der Bezirksleiter der IG Metall NRW, Knut Giese, sprach in einer Erklärung von einer insgesamt "fairen, ordentlichen Lösung". Von der Arbeitgeberseite war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die IG Metall hatte bereits Warnstreiks geplant, die mit dem nun erzielten Verhandlungsergebnis ausgesetzt wurden. Morgen werde die Tarifkommission über den Verhandlungsstand informiert, teilte die Gewerkschaft weiter mit. Vor dem Start der Gespräche hatten rund 1100 Stahlkocher in Düsseldorf demonstriert.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 6. März 2013 um 09:38 Uhr.

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