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Axel-Springer-Chef bekommt Aktienpaket
Weihnachtsgeschenk im Sommer
Der Chef des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, kann sich über ein großzügiges Geschenk freuen. Von der Mehrheitseigentümerin des Unternehmens, der Witwe des Verlagsgründers Axel Springer, erhielt er knapp 1,98 Millionen Springer-Aktien. Zum aktuellen Kurs hat das Aktienpaket einen Wert von mehr als 70 Millionen Euro.
Am Mittwoch hatte Friede Springer ihren 70. Geburtstag gefeiert. Die Transaktion der Aktien wurde laut Unternehmensmitteilung am Tag zuvor abgewickelt. Bei der Feier, an der neben Döpfner unter anderem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilgenommen hatte, war darüber aber noch nichts bekannt.
Friede Springer behält alleinige Kontrolle
Der von Friede Springer kontrollierte Anteil am Verlagskonzern schrumpft nach Konzernangaben durch das Geschenk an den Unternehmenschef auf knapp 51,4 Prozent. Döpfner hält nun 3,26 Prozent der Anteile. An den Mehrheitsverhältnissen ändert sich damit nichts. Kenner des Unternehmens werten das Geschenk als Zeichen dafür, dass Springer Döpfner langfristig ans Unternehmen binden will. Er leitet die Springer-Gruppe seit 2002.
Der Konzern Axel Springer, zu dem unter anderem die Zeitungen "Bild" und "Welt" gehören, hatte im ersten Halbjahr einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Nettogewinn lag bei 159,6 Millionen Euro. Die deutlichen Zuwächse verdankte der Konzern nach eigenen Angaben besonders seinem Engagement im Bereich der digitalen Medien. "So profitabel war die Axel Springer AG in einem ersten Halbjahr noch nie", hatte Döpfner bei der Vorlage der Zahlen gesagt.
Stand: 17.08.2012 12:41 Uhr
