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Die angeschlagene spanische Fluggesellschaft Spanair hat ihren Betrieb eingestellt. Alle Flüge ab 22.00 Uhr wurden gestrichen. Rund 22.000 Passagiere sollen nach spanischen Medienberichten an diesem Wochenende von der Maßnahme betroffen sein.
Das Unternehmen wird wegen seiner starken Verluste und hohen Schulden voraussichtlich in den nächsten Tagen einen Insolvenzantrag stellen, wie die spanische Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Luftfahrtkreise berichtete.
[Bildunterschrift: Seit dem späten Abend werden keine Spanair-Passagiere mehr abgefertigt. ]
Zuvor hatte der Hauptanteilseigner, die Region Katalonien, den Geldhahn zugedreht. Auch die Suche nach Investoren war gescheitert. Die katalanische Regierung teilte mit, es sei ihr nicht möglich, weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen und verwies auf die schwierige Wirtschaftslage Spaniens. Daraufhin stellte das Unternehmen den Flugbetrieb gestern Abend komplett ein.
Spanair ist die viertgrößte Fluggesellschaft Spaniens und hat schwer mit der steigenden Konkurrenz durch Billigflieger zu kämpfen. Seit November hatte sich die Airline verstärkt um Geldgeber bemüht. Zu den Interessenten gehörte Qatar Airways. Die Gesellschaft wollte sich zu dem Aus von Spanair nicht äußern. Neben der Region Katalonien hat die skandinavische Fluggesellschaft SAS Anteile an Spanair. Spanair beschäftigt direkt und indirekt mehr als 4000 Mitarbeiter.
Ein Spanair-Flug war im August 2008 kurz nach dem Start auf dem Flughafen Madrid-Barajas abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Von 172 Menschen an Bord kamen 154 ums Leben.
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