Abkommen über Gaspipeline South Stream unterzeichnet

Russische Gaspipeline mit europäischer Beteiligung

Abkommen über Gaspipeline South Stream unterzeichnet

Die drei europäischen Energiekonzerne Wintershall aus Deutschland, Eni aus Italien und EDF aus Frankreich haben einen Aktionärsvertrag mit dem russischen Gasriesen Gazprom zum Bau der Pipeline South Stream unterzeichnet. Die Konzernvertreter unterschrieben eine entsprechende Vereinbarung in Anwesenheit von Regierungschef Wladimir Putin im Schwarzmeerort Sotschi.

South Stream gilt als Konkurrenzprojekt zum EU-Vorhaben Nabucco, das Russland umgehen und die Europäische Union mit Erdgas etwa aus Aserbaidschan, Kasachstan oder Turkmenistan versorgen soll, um unabhängiger von russischem Gas zu werden.

Pipeline South Stream
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Die Pipeline South Stream soll jährlich bis zu 63 Milliarden Kubikmeter Gas liefern.

Russland will mit der neuen Gasleitung seinerseits unsichere Transitländer wie die Ukraine umgehen. Erst vor kurzem hatte das auf Energieexporte angewiesene Riesenreich erstmals Gas in die neue Ostseeleitung Nord Stream direkt nach Deutschland gepumpt.

Die BASF-Tochter Wintershall investiert nach russischen Angaben etwa zwei Milliarden Euro in South Stream und hält im Gegenzug 15 Prozent der Anteile. Gazprom hält an South Stream 50 Prozent. Eni ist mit 20 Prozent beteiligt, und EdF besitzt wie Wintershall 15 Prozent.

South Stream soll Südeuropa versorgen

South Stream soll frühestens von 2015 an jährlich bis zu 63 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland quer durch das Schwarze Meer nach Südeuropa pumpen. Der erste Strang solle spätestens 2015 in Betrieb genommen werden. Die Kosten werden auf bis zu 25 Milliarden Euro geschätzt.

Stand: 16.09.2011 16:37 Uhr

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