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Der neue Sony-Chef Kazuo Hirai bei einer Pressekonferenz in Tokio

Konzern stellt Spar- und Umbaupläne vor

Sony streicht 10.000 Stellen

Der verlustreiche japanische Elektronikkonzern Sony will mit dem Abbau von 10.000 Stellen und einer Neubelebung seiner Elektroniksparte seine Dauerkrise beenden. "Sony wird sich verändern", kündigte der neue Chef Kazuo Hirai an. Die Stellenstreichungen sind für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2013 geplant und erstrecken sich über die ganze Gruppe.

Der einstige Vorzeigekonzern, der für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr einen Rekordverlust von 520 Milliarden Yen - umgerechnet rund 4,9 Milliarden Euro - erwartet, will die Bereiche Digital Imaging, Spiele und Mobile zu den drei wichtigsten Säulen des Elektronikgeschäfts machen. Ihr Anteil am Gesamtumsatz soll von 60 Prozent im Geschäftsjahr 2011/2012 in den nächsten zwei Jahren auf 70 Prozent steigen und 85 Prozent des Betriebsgewinns erwirtschaften. Besonders ehrgeizig gibt sich Hirai in der Handysparte: So soll sein Haus Weltmarktführer bei Mobiltelefonen werden. Schon lange spielt Sony, dass sein Handygeschäft bis vor kurzem gemeinsam mit der schwedischen Firma Ericsson betrieben hatte, in dem Segment praktisch keine Rolle mehr.

Sony will Fernsehsparte sanieren statt verkaufen

Hirai
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Schwierige Aufgabe, ehrgeizige Ziele: Der neue Sony-Chef Hirai will den Konzern zurück in die schwarzen Zahlen führen.

Zudem kündigte Hirai, der am 1. April die Führung bei Sony übernommen hatte, eine Sanierung des seit Jahren defizitären Geschäfts mit Fernsehern an. Durch eine Senkung der Fixkosten um 60 Prozent und eine Kürzung der Betriebskosten um 30 Prozent soll das TV-Geschäft im Geschäftsjahr 2013/2014 wieder Gewinne abwerfen. Geplant ist außerdem der Einstieg in die Medizintechnik.

Hirai steht vor einer großen Aufgabe. Seit vier Jahren schreibt Sony Verluste. Sein langjähriger Vorgänger Howard Stringer hatte den Niedergang des japanischen Vorzeigeunternehmens im Ringen mit aufstrebenden Rivalen wie Apple und Samsung nicht stoppen können. Geht es nach Hirai, der seit 26 Jahren an Bord ist und zuletzt das erfolgreiche Geschäft mit Spielekonsolen führte, soll mit den roten Zahlen schnell Schluss sein. Die Sanierung werde allerdings im laufenden Geschäftsjahr mehr als 700 Millionen Euro kosten, kündigte er an.

Stand: 12.04.2012 12:03 Uhr

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