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Milliardenauftrag der Staatsbahn
Siemens kommt in Russland zum Zug
Siemens hat sich während der Reise der Kanzlerin nach Moskau milliardenschwere Geschäfte gesichert. Mit der russischen Staatsbahn RZD schloss Konzernchef Peter Löscher eine Absichtserklärung über die Lieferung von 675 Elektro-Lokomotiven ab. Es geht um einen Wert von 2,5 Milliarden Euro.
Die E-Loks für den Frachtverkehr baut Siemens gemeinsam mit seinem russischen Partner Sinara. Geliefert werden soll zwischen 2016 und 2020. Der Konzern hatte bereits für mehrere Hundert Millionen Euro Hochgeschwindigkeitszüge auf Grundlage des ICE an RZD geliefert.
Weitere Abkommen
Ein ähnliches Abkommen habe der Technologiekonzern mit dem russischen Stromnetzbetreiber Federal Grid Company geschlossen. Für die langfristige Lieferung von Transformatoren hätten sich die Russen Fertigungskapazitäten bei Siemens freihalten lassen, hieß es. Zudem wolle der Maschinenbauer Uralvagozavod Industrie-Software von Siemens einsetzen.
Bei den bilateralen Regierungskonsultationen besiegelten beide Seiten auch mehrere politische Abkommen. So vereinbarten Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und sein Amtskollege Sergej Lawrow Visaerleichterungen, um den Jugendaustausch zu fördern.
Stand: 16.11.2012 17:39 Uhr
