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Wirtschaft
Siemens zu korrupt für Nigeria?
Von Staatsaufträgen ausgeschlossen

Siemens zu korrupt für Nigeria?

Nigeria hat den Technologiekonzern Siemens wegen Korruptionsvorwürfen von staatlichen Aufträgen ausgeschlossen. Die Regierung stornierte zudem laut Regierungsangaben seine jüngste Order für Energie- und Schalttechnik über 700.000 Euro. "Wir haben heute den Vertrag, der an Siemens Nigeria vergeben worden war, wegen der laufenden Untersuchungen gegen die Firma im Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen gekündigt", sagte Telekommunikationsminister John Odey. "Die Regierung wird keine weiteren Geschäfte mit Siemens Nigeria abschließen bis die Untersuchungen abgeschlossen sind."

Siemens  (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Siemens soll nigerianische Minister bestochen haben. ]

Eine nigerianische Kommission untersucht derzeit Vorwürfe, dass Siemens Amtsträger - darunter mehrere Minister - zwischen 2001 und 2004 mit rund zehn Millionen Dollar bestochen haben soll. Siemens hatte indirekt eingeräumt, 77 Beamte und Politiker in Libyen, Russland und Nigeria geschmiert zu haben. Der Konzern war vom Landgericht München wegen schwarzer Kassen über 450 Millionen Euro zu einer Geldstrafe von 201 Millionen Euro verurteilt worden.


Siemens bestätigte, der Konzernbereich Energieverteilung (PTD) habe einen Auftrag verloren und sei bei einer weiteren Projektausschreibung wegen der Untersuchung nicht berücksichtigt worden. Das Unternehmen stehe mit den nigerianischen Ermittlern in Kontakt, sagte ein Konzernsprecher.


Nigerias Präsident Umaru Yar'Adua hat sich einen rigorosen Kampf gegen die Korruption auf die Fahnen geschrieben. Das Land zählt laut Transparency International zu den 35 korruptesten Staaten der Welt.

Stand: 06.12.2007 17:41 Uhr
 

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