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[Bildunterschrift: Siemens hat den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen bestätigt. ]
Der Siemens-Konzern hat den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen bei seiner zum Verkauf stehenden Kommunikationssparte SEN bestätigt. Allein in Deutschland würden bis zu 2000 Stellen gestrichen, weltweit seien es 3800, teilte die Siemens AG in München mit. Von weiteren 3000 Beschäftigten will sich Siemens durch Verkäufe und Partnerschaften trennen. Damit stehen insgesamt 6800 Arbeitsplätze zur Disposition.
Auf eine eigene Fertigung will SEN laut Siemens in Zukunft verzichten. Der Stellenabbau soll dazu beitragen, die Sparte zu einem "Software- und Solutionsanbieter" umzubauen, so das Unternehmen. Betroffen sei davon in Deutschland in erster Linie das SEN-Stammhaus in München. In Deutschland sollten das SEN-Werk in Leipzig mit derzeit rund 530 eigenen Mitarbeitern sowie das Nachrichtenkabelgeschäft mit rund 60 Mitarbeitern verkauft "oder in Lösungen mit Dritten eingebracht werden". Darüber hinaus werde durch SEN für rund 570 Mitarbeiter aus dem Direktvertrieb für Kunden von kleineren und mittelgroßen Systemen eine Partnerschaft angestrebt.
"Wir werden den beschleunigten Umbau von SEN und den damit verbundenen Sanierungskurs unter der Kontrolle von Siemens beginnen und damit sicherstellen, dass die mit der Sanierung einhergehenden Personalmaßnahmen so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden", sagte Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser. Der Umbau sei wegen der veränderten Marktverhältnisse dringend erforderlich. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern über einen Sozialplan sollen unverzüglich beginnen.
Die IG Metall kritisierte das Fehlen eines Gesamtkonzepts bei Siemens. "Nur Personal abbauen und verkaufen ist verantwortungslos", sagte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer. Mit der vorhanden Technologie und Kompetenz sowie etwas Geduld seien andere Perspektiven für die Beschäftigten möglich. Nach Angaben der Gewerkschaft gilt für die Siemens-Sparte eine Beschäftigungssicherung bis zum Herbst 2009. Betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit ausgeschlossen.
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