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Mehrere deutsche Standorte betroffen
Siemens streicht mehr als 1000 Stellen
Siemens streicht in Deutschland 1100 Stellen in seiner Energiesparte. Betroffen sind nach Angaben eines Sprechers die Standorte Erlangen, Offenbach, Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Berlin. Der Stellenabbau solle bis Oktober 2013 abgeschlossen sein und möglichst ohne Kündigungen erfolgen. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern liefen.
Siemens-Chef Peter Löscher will konzernweit in den kommenden zwei Jahren sechs Milliarden Euro einsparen, um das Unternehmen wieder so profitabel zu machen wie die Konkurrenten. Dazu soll die Energiesparte gut die Hälfte beitragen.
Handlungsbedarf bestehe vor allem im Geschäft mit fossilen Kraftwerken und im Öl- und Gasgeschäft, erklärte der Sprecher. Das Geschäft mit Dampfturbinen für Kohlekraftwerke in Europa und den USA sei praktisch zum Erliegen gekommen. Die Hauptkunden in Indien und China würden über Lizenzen und Partnerschaften beliefert, nicht aus Deutschland. Außerdem fahre Siemens sein Geschäft mit konventioneller Technik für Atomkraftwerke herunter. Auch breche das Öl- und Gasgeschäft im Iran wegen der EU-Sanktionen weg.
Fallen insgesamt 5100 Stellen weg?
Insgesamt will Siemens nach Berechnungen der IG Metall in Deutschland den kommenden zwei Jahren rund 5100 Arbeitsplätze streichen. Weitere 1400 Stellen sollten ausgelagert oder durch Verkauf an andere Firmen übertragen werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind durch einen unbefristeten Vertrag zur Standort- und Beschäftigungssicherung im Prinzip ausgeschlossen, aber in bestimmten Fällen mit Zustimmung von Betriebsrat und IG Metall möglich.
Die Siemens AG hatte ihre Mitarbeiterzahl im Kerngeschäft in Deutschland im Jahr 2011 um 3000 auf 119.000 erhöht.
Stand: 21.12.2012 12:18 Uhr
