Ein Schild mit dem Firmenschriftzug von Siemens vor einem mit grauen Wolken verhangenem Himmel. | Bildquelle: dpa

Beratungen über Siemens Kein Fahrplan für den Jobabbau

Stand: 11.12.2017 15:04 Uhr

In Berlin haben Wirtschaftsminister und Siemens-Manager über den geplanten Stellenabbau des Konzerns diskutiert: mit dem Ergebnis, dass es eigentlich kein Ergebnis gibt. Die Aussagen der Teilnehmer schwankten zwischen versuchtem Optimismus und etwas hilflosen Appellen.

Von Jens Wiening, ARD-Hauptstadtstudio

Es ist oft die gleiche Frage: Wie verkauft man in der Öffentlichkeit ein Treffen, bei dem nichts rausgekommen ist. Entweder man lächelt trotzdem wie Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: "Es war ein sehr gutes Gespräch." Oder man sagt, was man denkt - so wie Wolfgang Tiefensse, der Wirtschaftsminister von Thüringen: "Dieses erste Gespräch war ein Informationsausstausch - leider nicht mehr."

Janina Kugel, Vorstandsmitglied von Siemens, sagte ganz unmissverständlich zum Thema Stellenabbau bei Siemens: "Das ist erst einmal ein innerbetriebliches Thema - und wenn wir weiter sind, können wir auch weiter diskutieren."

Rund 3300 Jobs in Deutschland sollen wegfallen

"Wenn wir weiter sind" - das bedeutet konkret: Siemens wird nun mit den Betriebsräten über den geplanten Stellenabbau reden. 3300 Jobs sollen in Deutschland wegfallen. Geplant ist unter anderem: Zwei Werke in Sachsen - in Görlitz und Leipzig - sollen geschlossen, und ein Werk in Erfurt verkauft werden. Auch in Nordrhein-Westfalen, in Mülheim, sind 640 Stellen auf der Kippe.

"Es ist uns klar, dass die Einschnitte sehr schmerzhaft sind und natürlich Sorgen und Verunsicherung auslösen", räumte Vorstandsmitglied Kugel ein. Aber sie verwies auch auf den Strukturwandel in der Wirtschaft, der aktuell vor allem den Kraftwerksbereich betreffe.

Siemens will weltweit fast 7000 Jobs streichen
tagesthemen 22.15 Uhr, 11.12.2017, Ulrich Meerkamm, ARD Berlin

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Siemens soll Verantwortung übernehmen

Im Frühjahr soll es ein weiteres Treffen von Bund und Ländern mit Siemens geben. Man wolle im Dialog bleiben, so der Tenor. Als Zypries gefragt wurde, wie Bund und Länder denn konkret helfen könnten, nannte sie als Optionen die Weiterqualifizierung von Mitarbeitern und Hilfen bei der Infrastruktur. Die Bundeswirtschaftsministerin appellierte aber auch an die Verantwortung von Siemens: Die Bundesregierung habe in den vergangenen 20 Jahren viel dafür getan, "dass sich Siemens gut im Ausland positionieren konnte". Durch Bürgschaften habe die Regierung den Konzern unterstützt, "und auch an anderer Stelle finanziell geholfen".

Aber auch die Worte von Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee dürften Siemens kaum beeindrucken: "Siemens muss seinen Beitrag leisten, dass der Industriestandort Deutschland im Wettbewerb mit den USA und Asien eine Zukunft hat. Das ist sowohl eine industriepolitische als auch eine gesellschaftliche Aufgabe."

Und so dürfte das Weihnachtsfest für viele Siemens-Mitarbeiter ein sorgenvolles werden.

Siemens-Gespräche ohne Ergebnis
Jens Wiening, ARD Berlin
11.12.2017 14:05 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Dezember 2017 um 15:00 Uhr.

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