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30.05.2012

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Wirtschaft
Riesige Vorkommen Seltener Erden entdeckt
Studie japanischer Wissenschaftler

Riesige Vorkommen Seltener Erden entdeckt

Monazit (Wikimediacommons/Sammlung Rob Lavinsky) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Monazit - ein Erz zur Gewinnung Seltener Erden. ]
Japanische Wissenschaftler haben ein riesiges Vorkommen von Seltenen Erden auf dem Meeresboden des Pazifiks entdeckt. Den Schätzungen der Experten zufolge handelt es sich um eine Lagerstätte von rund 100 Milliarden Tonnen dieser begehrten Rohstoffe. Die Metalle sollen sich in einer Tiefe von 3500 bis 6000 Meter befinden und ein Gebiet von mehr als elf Millionen Quadratmeter umfassen. Die High-Tech-Industrie benötigt die Rohstoffe zur Herstellung von Handys, Elektroautos oder auch Solarzellen.

Seltene Erden:

Als Seltene Erden werden insgesamt 17 metallische Grundstoffe bezeichnet, darunter Scandium, Yttrium und Lanthan. Die Elemente haben außergewöhnliche Eigenschaften und gelten etwa für Metalllegierungen und Spezialgläser als unentbehrlich. In vielen Schlüsseltechnologien spielen sie eine wichtige Rolle. Die Bandbreite ihrer Verwendung reicht von Batterien über Mobiltelefone, Laser, Flachbildschirme bis hin zu Luftwaffensystemen. Auch für die Herstellung von Hybrid-Fahrzeugen sind die Rohstoffe wichtig.

Die Grundstoffe selbst sind nicht selten, einige kommen sogar häufig vor. Allerdings liegen die bekannten Vorkommen zu einem Großteil in China und werden auch fast ausschließlich dort abgebaut. Da China die Rohstoffe lange vergleichsweise günstig anbot, lohnte sich die eigene Förderung für viele Industriestaaten nicht. Einige Minen wurden sogar wieder geschlossen.


Quelle: Quelle: dpa,

Bei Hawaii und Tahiti am Meeresgrund

Das Fachmagazin "Nature Geoscience" berichtet, dass ein Geologen-Team etwa 2000 Bohrproben genommen habe und Ablagerungen von Seltenen Erden an 78 Stellen gefunden habe. Sie befinden sich in internationalen Gewässern östlich und westlich von Hawaii und östlich von Tahiti.

"In den Ablagerungen konnte eine hohe Konzentration an Seltenen Erden festgestellt werden. Nur ein Quadratkilometer könnte ein Fünftel des weltweiten Jahresbedarfs abdecken", schreibt das Forscherteam in der Zeitschrift. Ob sich die Metalle aus dem Meeresboden aber auch abbauen und verwenden lassen, ist jedoch ungeklärt.

Hintergrund:

Bastnäsit (Foto: REUTERS)
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China hat das Monopol

Die weltweiten Vorkommen Seltener Erden sind knapp. Zurzeit dominiert China den Markt. In der Volksrepublik werden 97 Prozent der weltweiten Menge der 17 Metalle gefördert, die unter dem Begriff Seltene Erden zusammengefasst werden. China hatte die Ausfuhr der Seltenen Erden seit Jahresbeginn gesenkt und mit höheren Zöllen belegt - angeblich zum Schutz der Umwelt. Die Preise für Seltene Erden sind in diesem Jahr stark gestiegen. Experten zufolge könnte die Entdeckung größerer Vorkommen im Pazifik Chinas Monopol in Frage stellen.

Stand: 04.07.2011 11:39 Uhr
 

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