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30.05.2012

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Wirtschaft
Schlichtungsstelle für unzufriedene Flugpassagiere beschlossen
Vereinbarung mit dem Ministerium unterzeichnet

Neue Schlichtungsstelle für unzufriedene Flugpassagiere

Anzeigetafel am Frankfurter Flughafen (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Beschwerden über verspätete Flüge sollen durch die Schlichtungsstelle vereinfacht werden. ]
Unzufriedene Flugreisende sollen sich künftig leichter über Fluggesellschaften beschweren können. Dazu soll eine neue Schlichtungsstelle eingerichtet werden, auf die sich der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mit dem Bundesjustizministerium geeinigt haben.

"Passagiere und Fluggesellschaften werden gemeinsam davon profitieren", sagte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger der "Süddeutschen Zeitung". Damit würden "langwierige Gerichtsverfahren" vermieden. Die Vereinbarung sei bereits unterzeichnet worden.

BDL will auch ausländische Airlines überzeugen

Laut BDL wollen sich die beiden größten deutschen Gesellschaften, Lufthansa und Air Berlin, aber auch Condor oder Tuifly an der Schlichtungsstelle beteiligen. Mit ausländischen Airlines, die deutsche Flughäfen anfliegen, sollten nun möglichst schnell Gespräche geführt werden. Die Teilnahme ausländischer Gesellschaften sei wichtig, damit es keine Wettbewerbsverzerrungen gebe, sagte eine BDL-Sprecherin. Wann die Schlichtungsstelle ihre Arbeit aufnehmen könne, sei noch unklar. Die BDL-Sprecherin erklärte, die Schlichtung solle dann ins Spiel kommen, wenn sich Reisende zuvor erfolglos bei ihrer Fluggesellschaft beschwert hätten.

Die Kosten sollen von der jeweils betroffenen Fluggesellschaft getragen werden. Für die Fluggäste würde dies bedeuten, dass anfallende Kosten - etwa bei Überbuchungen oder Verspätungen - übernommen werden. Beschwerden, die bei der zuständigen Gesellschaft abgelehnt wurden, fielen dann in den Aufgabenbereich der neuen zentralen Einrichtung.

Stand: 24.12.2011 16:51 Uhr
 

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