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Bundesweite Durchsuchungen
Ermittlungsverfahren wegen Schlecker-Insolvenz
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Untreue und Insolvenzverschleppung gegen Anton Schlecker und 13 weitere Beschuldigte eingeleitet.
Bundesweite Durchsuchungen
Zudem wurden seit dem Morgen Firmen- und Wohnräume im zahlreichen Bundesländern durchsucht. Dabei handelte es sich um drei Firmenobjekte im Alb-Donau-Kreis und ein Firmenobjekt im Raum Osnabrück. Die Firmenzentrale der insolventen Drogeriekette liegt in Ehingen im Alb-Donau-Kreis, wo auch die Familie Schlecker wohnt.
Zwölf der durchsuchten Wohnungen befanden sich den Behörden zufolge in Baden-Württemberg, davon zehn im Raum Ulm/Alb-Donau-Kreis, eine im Kreis Ludwigsburg und eine im Zollernalbkreis. Je eine Privatwohnung wurde in Berlin, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen durchsucht.
Rund 160 Ermittler und neun Staatsanwälte waren laut der Stuttgarter Behörde im Einsatz.
Ermittlungen wegen Insolvenzverschleppung bei Schlecker
ARD-Morgenmagazin, 19.07.2012, Eva Macht, SWR
Insolvenz im Januar
Schlecker hatte im Januar Insolvenz angemeldet, nachdem das Unternehmen bereits über Jahre hinweg Verluste gemacht hatte. Anfang Juni entschieden sich die Gläubiger für eine Zerschlagung der Drogeriekette, nachdem die Insolvenzverwaltung keinen Investor fand. Die letzten Schlecker-Filialen schlossen am 27. Juni.
Schlecker hatte zu seinen besten Zeiten 25.000 Menschen Arbeit gegeben.
Stand: 18.07.2012 11:47 Uhr
