Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Die Trassengebühren für Güterzüge mit lauten Bremsen werden ab Ende 2012 deutlich steigen. Mit den zusätzlichen Einnahmen soll bis 2020 die Umrüstung des Güterwagenparks in Deutschland auf "Flüsterbremsen" mitfinanziert werden, der Bund steuert zusätzliches Geld bei. Das sieht eine Vereinbarung vor, die Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bahnchef Rüdiger Grube unterzeichneten.
Demnach werden die Trassenpreise, die Bahnunternehmen zahlen, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 generell um einen Lärmaufschlag von zwei bis drei Prozent erhöht. Für leise Wagen gibt es die Erhöhung aber als Bonus zurück.
Aus den Mehreinnahmen sowie einem Zuschuss aus dem Verkehrsetat sollen gut 300 Millionen Euro zusammenkommen, um bis 2020 rund 180.000 Güterwaggons mit so genannten Flüsterbremsen auszustatten. Heutige Güterzüge sind vor allem so laut, weil die Bremsen die Räder aufrauhen und dadurch Rollgeräusche verursachen. Durch neue Bremsen, die pro Wagen über 2000 Euro kosten, kann dies verhindert werden.
Profitieren können von dem Bonus alle Betreiber von Waggons, die auf deutschen Schienen unterwegs sind, also auch ausländische. In Deutschland hat die DB einen Marktanteil von rund 75 Prozent im Güterverkehr und betreibt auch die Masse der Güterwagen.
Ramsauer wies darauf hin, dass der Bahn-Güterverkehr bis 2025 um 60 bis 65 Prozent wachse. "Wir wollen auch möglichst viel Güterverkehr auf der Schiene." Dafür müsse Akzeptanz erhöht und Lärm verringert werden. Denn die Güterzüge sind hauptsächlich nachts unterwegs, wenn der Personenverkehr die Gleise freimacht. Bahn-Chef Grube sagte, angesichts des bevorstehenden Wachstums im Güterverkehr könnten nicht "immer höhere Mauern gebaut" werden, um den Lärm abzuhalten.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW