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Der Gütertransport auf der Schiene ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erneut deutlich gewachsen. Nach dem Rekordjahr 2007 hat die Transportleistung auch im ersten Halbjahr 2008 dank der guten Konjunktur zugelegt, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Auf deutschen Schienen wurden in den ersten sechs Monaten 189,8 Millionen Tonnen Güter transportiert, ein Plus von 5,4 Prozent oder 9,7 Millionen Tonnen gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Das ist der höchste Wert seit 1991.
[Bildunterschrift: 190 Millionen Tonnen wurden von Januar bis Juni 2008 über die Gleise transportiert - so viel, wie weit 17 Jahren nicht mehr. ]Die Transportleistung, also das Produkt aus Tonnage und Transportstrecke, stieg um 3,7 Prozent auf 59,7 Milliarden Tonnenkilometer. Der Binnenverkehr war mit einem Plus von 6,5 Prozent auf 118,4 Millionen Tonnen der wesentliche Wachstumsträger, teilten die Statistiker mit. Dagegen wuchsen Sendungen ins und vom Ausland schwächer.
Die Masse der von 37 verschiedenen Bahnunternehmen transportierten Güter waren Eisen und Metalle (34,5 Mio Tonnen) sowie Kohle (25,5 Mio Tonnen). Zweistellige Zuwachsraten verbuchten demnach unter anderem die Erze und Metallabfälle: Hier rollten im ersten Halbjahr rund 19,1 Millionen Tonnen über die Schienen, nach Angaben der Wiesbadener Statistiker ist diese ein Zuwachs um gut ein Fünftel.
Der Verband Allianz pro Schiene forderte angesichts des weiteren Zuwachses beim Schienen-Güterverkehr von der Bundesregierung eine Wende in der Verkehrspolitik. "Das Schienennetz muss endlich mit den Warenströmen mitwachsen", verlangte Geschäftsführer Dirk Flege. Die Transporte mit der Eisenbahn legten seit Jahren prozentual stärker zu als der Lkw-Verkehr auf den Straßen. Während jedoch das Straßennetz vom Staat immer weiter ausgebaut werde, schrumpfe das Schienennetz kontinuierlich.
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