Ermittlungen des Bundeskartellamts Schienenkartell schädigte auch Nahverkehrsbetriebe

Stand: 07.01.2013 01:58 Uhr

Straßenbahn in Leipzig (Bildquelle: picture-alliance/ ZB)
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Auch kommunale Verkehrsbetriebe sollen für Schienen zu viel bezahlt haben.

Das sogenannte Schienenkartell um den Stahlkonzern ThyssenKrupp soll nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" auch kommunale Verkehrsbetriebe in weit über hundert Fällen geschädigt haben. In zahlreichen Städten seien Nahverkehrsgesellschaften in den vergangenen drei Jahrzehnten zu überhöhten Preisen mit Schienen und Weichen zum Beispiel für Straßenbahnprojekte beliefert worden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Ermittlungsunterlagen des Bundeskartellamtes. In den Unterlagen seien Berlin, München, Bremen, Essen, Düsseldorf, Rostock, Schwerin, Magdeburg, Halle, Leipzig, Erfurt, Jena und Gotha genannt.

Klage der Deutschen Bahn Ende 2012

Die Deutsche Bahn hatte Ende vergangenen Jahres Klage gegen ThyssenKrupp und andere Schienenhersteller wegen illegaler Preisabsprachen eingereicht. Darin fordert das bundeseigene Unternehmen Schadensersatz in Millionenhöhe.

Verkehrsbetriebe fordern Geld zurück

Auch die kommunalen Verkehrsbetriebe möchten ihren Schaden erstattet bekommen, schreibt die Zeitung weiter. Sie stimmten sich deshalb untereinander ab. Dies geschehe nach Angaben der Stadtwerke München über den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), in dem zahlreiche Stadtwerke und andere Betreiber von lokalen und regionalen Bahnen organisiert sind.

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