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Krisenplan bei skandinavischer Fluggesellschaft verabschiedet
Bei SAS geht es vorerst weiter
Die kriselnde skandinavische Fluggesellschaft SAS (Scandinavian Airlines) kann vorerst weiter fliegen. Das Management hat einen Krisenplan durchgesetzt, dem angesichts eines möglichen Insolvenzantrages alle acht betroffenen Gewerkschaften zustimmten.
Der Rettungsplan sieht teilweise massive Gehaltskürzungen, längere Arbeitszeiten und den teilweisen Verzicht auf Pensionsansprüche vor. Die SAS-Piloten werden in Zukunft zehn Prozent weniger Geld bekommen und acht Prozent länger arbeiten.
Auch das Kabinenpersonal muss sich auf Einschnitte vorbereiten: Die Beschäftigten müssen in Zukunft zwei Wochen pro Jahr länger arbeiten und verzichten für zwei Jahre auf eine Einkommensanhebung. 800 Stellen in der Verwaltung sollen gestrichen werden.
400 Millionen Euro werden dringend benötigt
Die halbstaatliche skandinavische Fluggesellschaft, die 1946 von Dänemark, Norwegen und Schweden gemeinsam gegründet wurde, hatte in den vergangenen zehn Jahren besonders durch Billigfluglinien Gewinneinbußen hinnehmen müssen.
SAS hofft nach der Einigung über den Rettungsplan nun auf einen neuen Bankkredit in Höhe von 400 Millionen Euro. Zusätzlich will der Konzern durch den Verkauf profitabler Tochtergesellschaften Geld einnehmen.
Die Regierungen in Stockholm, Kopenhagen und Oslo haben angekündigt, ihren 50 Prozent-Anteil an dem Konzern verkaufen zu wollen.
Stand: 19.11.2012 20:06 Uhr
