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Besetzung nach Zusagen der Regierung beendet

Bergleute geben Mine auf Sardinien frei

Bergleute in der italienischen Zeche Carbosulcis
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Die Bergleute in Carbosulcis beenden ihre Blockade der Zeche.

Auf Sardinien haben etwa 100 Bergleute die tagelange Blockade des einzigen italienischen Kohlebergwerks beendet. "Wir haben beschlossen, die Besetzung aufzugeben", sagte ein Bergmann. Die Produktion soll in Kürze wieder anlaufen. Vorausgegangen war die Zusage der Regierung in Rom, die Mine Carbosulcis entgegen den ursprünglichen Planungen zum Jahresende nicht zu schließen. Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Corrado Passera, hatte angekündigt, das Konzept des Bergwerks solle überarbeitet und die Mine selbst zukunftsfähig und rentabel gemacht werden.

Vierte Besetzung in 30 Jahren

Aus Protest gegen die geplante Schließung hatten sich Dutzende Kumpel gut eine Woche lang mit kiloweise Sprengstoff in dem Bergwerk verbarrikadiert. Sie harrten in einer Tiefe von 370 Metern aus, um den weiteren Betrieb der Grube zu erzwingen. In der Zeche westlich der Stadt Cagliari arbeiten etwa 460 Menschen. Die Bergleute hatten die Mine schon in den Jahren 1984, 1993 und 1995 in Protestaktionen besetzt.

Die neuerliche Blockade wurde diesmal zum Symbol für die weitreichenden Probleme der italienischen Industrie und veranlasste Staatspräsident Giorgio Napolitano zu einer Solidaritätsbekundung.

Stand: 03.09.2012 21:03 Uhr

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