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Der US-Autokonzern General Motors (GM) gibt die Traditionsmarke Saab auf. Die Verhandlungen über einen Verkauf der schwedischen Tochter seien gescheitert, teilte GM mit. Daher werde Saab nun "ordnungsgemäß abgewickelt".
[Bildunterschrift: Saab wird verschwinden: Die US-Mutter hat die Abwicklung beschlossen. ]
Bei Verkaufsverhandlungen mit dem exklusiven niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars seien Fragen aufgetaucht, "die beiden Seiten unlösbar erschienen", teilte GM mit. Der Prozess habe vor allem nicht schnell genug abgeschlossen werden können. "Um das Geschäft am Leben zu halten, hätte Saab eine schnelle Lösung gebraucht." GM bedauere, dass die Verhandlungen zu keinem Erfolg geführt hätten.
Die Geschäftstätigkeit von Saab werde nun eingestellt. Den 3400 Mitarbeitern werde von Januar an gekündigt. Wie lange die Abwicklung des Autobauers dauert, steht noch nicht fest. Sollte sich während der Abwicklung nicht doch noch ein Käufer finden, ist die Marke Saab am Ende.
"Wir sind weiter offen für Angebote", sagte ein GM-Sprecher. Denkbar sei der Verkauf von Fertigungsanlagen oder etwa der Markenrechte. Aktiv werde GM aber nicht mehr nach Interessenten suchen.
GM teilte zugleich mit, dass Saab wohl alle Schulden bedienen könne - einschließlich derer bei Zulieferern. Saab werde auch die Garantie für seine Autos weiter gewährleisten, teilte GM mit. Auch wolle der Konzern weiter Ersatzteile an alle Saab-Fahrer weltweit verkaufen.
GM hatte im Januar mit der Käufer-Suche für seine verlustträchtige schwedische Tochter begonnen. Ende November war der Versuch des skandinavischen Sportwagenbauers Koenigsegg gescheitert, Saab zu übernehmen.
Der Verkauf von Saab-Teilen an den chinesischen BAIC-Konzern ist nach GM-Angaben von der Abwicklung nicht betroffen. Auf das Geschäft hatten sich GM und BAIC vor einigen Tagen verständigt.
General Motors hatte Saab im Jahr 2000 zu 100 Prozent übernommen. Der schwedische Hersteller galt lange Zeit als Beispiel für ungewöhnliches Design und technische Innovation, brachte GM aber fast nur Verlust. Im Jahr 2008 verkaufte das Unternehmen weltweit nur noch 93.000 Autos, zwei Jahre zuvor waren es noch 133.000 gewesen. Der Anteil am Weltmarkt sank auf 1,1 Prozent.
In Deutschland hat Saab 104 Händler und setzte hier vergangenes Jahr 3.800 Autos ab, neun Prozent weniger als 2007.
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