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Wirtschaft
Verkauf von GM-Tochter Saab geplatzt
Verkauf von GM-Tochter geplatzt

Saab droht endgültiges Aus

Logo des Autoherstellers Saab (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Zukunft ungewiss: Das Logo des Autoherstellers Saab ]
Der Verkauf des schwedischen Autoherstellers Saab ist geplatzt. Der Sportwagenhersteller Koenigsegg habe die geplante Übernahme abgeblasen, teilte der Mutterkonzern General Motors (GM) mit. GM wolle nun die Situation neu bewerten und in der kommenden Woche die nächsten Schritte bekannt geben. Der Opel-Mutterkonzern zeigte sich über die Entscheidung "sehr enttäuscht". Unternehmenschef Fritz Henderson sprach von einem "plötzlichen Kurswechsel" bei Koenigsegg.

Der Chef des Sportwagenherstellers, Christian von Koenigsegg, teilte mit, sein Unternehmen bedauere, "dass wir nach sechs Monaten zu dem schmerzhaften und schweren Schluss gekommen sind, Saab Automobile nicht zu übernehmen". Zu den Gründen für die Absage machten weder er noch GM Angaben.   

Schon länger Zweifel an Koenigsegg-Angebot

Der 1947 gegründete Autobauer Saab hatte im Februar Insolvenz angemeldet. Der schwedische Luxus-Sportwagenbauer Koenigsegg wollte Saab kaufen und sanieren. Im September hatte Koenigsegg bekannt gegeben, dass sich der chinesische Autobauer BAIC an dem Geschäft beteiligen wolle, weil der Kaufinteressent alleine nicht genug Geld für die Kauf von Saab habe.

Der Koenigsegg CCX auf dem Autosalon in Genf (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Koenigsegg hat sich auf den Bau von Luxusautos spezialisiert. ]

GM und Koenigsegg hatten jedoch nur einen Vorvertrag unterzeichnet, die Finanzierung des Deals war seit Monaten offen. Die schwedische Regierung hatte nach langem Zögern für einen 600-Millionen-Dollar-Kredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) gebürgt. Die Gesamtkosten der Saab- Übernahme wurden damals auf elf Milliarden Kronen (1,1 Mrd Euro) beziffert.

20 Luxusschlitten pro Jahr

Der Sportwagenhersteller Koenigsegg wurde 1994 gegründet und stellt pro Jahr rund 20 Luxus-Autos her, die jeweils über eine Million Euro kosten. Koenigsegg selbst beschäftigt 45 Mitarbeiter. Saab beschäftigt in Schweden 3400 Mitarbeiter, bei Zulieferern sind weitere 12.000 Menschen tätig. Der Autobauer machte 2008 einen Verlust von drei Milliarden Kronen (293 Millionen Euro).

Stand: 24.11.2009 18:46 Uhr
 

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