Eine Ryanair-Maschine beim Start | Bildquelle: REUTERS

Streit um Start- und Landerechte Ryanair will Slots in Tegel

Stand: 01.12.2017 21:16 Uhr

Bis zu ihrem Aus war Air Berlin die dominierende Fluglinie in Berlin-Tegel. Doch jetzt werden die lukrativen Start- und Landerechte am größten Flughafen der Hauptstadt neu geregelt. Bislang läuft alles auf Eurowings und Easyjet hinaus - aber Ryanair gibt nicht auf.

Die Fluggesellschaft Ryanair will sich im Rennen um den Zugang zum Berliner Flughafen Tegel nicht geschlagen geben. Die Iren stellen in Aussicht, neun Flugzeuge am größten Flughafen der Hauptstadt zu stationieren. Sie haben laut eigenen Angaben die Start- und Landerechte für den Sommerflugplan beantragt. "Wir erwarten in Kürze eine Bestätigung der benötigten Slots", teilte Ryanair mit.

Das Unternehmen erklärte weiter, man wolle 30 Prozent der Kapazitäten der insolventen Air Berlin ersetzen.

Den Platz des bisherigen Platzhirsches Air Berlin wollen eigentlich die Lufthansa-Tochter Eurowings und Easyjet einnehmen. Ihre Übernahme großer Teile der Air Berlin ist aber noch nicht geregelt.

Der Flughafen Berlin Tegel
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Wie geht's in Tegel weiter? Die Verhandlungen laufen.

Genug Platz für alle?

Ryanair kritisiert die geplante Slot-Übernahme durch den Konkurrenten Easyjet als fragwürdig. Die Airline hält schon neun Flugzeuge am zweiten Berliner Flughafen im brandenburgischen Schönefeld. Ob und inwieweit das Unternehmen auch in Tegel zum Zug kommt, ist offen, denn der Flughafen am Rande der Innenstadt arbeitet seit Jahren an seiner Kapazitätsgrenze.

Die EU-Wettbewerbsbehörde prüft derzeit den geplanten Verkauf großer Teile der Air Berlin an Lufthansa und Easyjet. Wie am Freitag bekannt wurde, hat Lufthansa der EU-Kommission kurz vor Ablauf der Frist angeboten, auf substanzielle Slots an großen Flughäfen zu verzichten, darunter auch in Tegel.

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