RyanAir beim Take-Off

Harter Brexit Ryanair droht mit Abzug der England-Flotte

Stand: 21.07.2017 14:05 Uhr

Ryanair rüstet sich für die Zeiten nach dem Brexit und droht: Gibt es bis zum Herbst 2018 keine Einigung über ein Luftverkehrsabkommen der EU mit Großbritannien, will der irische Billiganbieter seine England-Flotte abziehen.

Der irische Billigflieger Ryanair droht im Falle eines harten Brexit mit dem Abzug seiner Flotte aus Großbritannien. Falls es bis September 2018 keine Klarheit über ein neues Luftverkehrsabkommen mit Großbritannien gebe, werde Ryanair für Sommer 2019 viele Flüge von und nach England streichen, kündigte Ryanairs Verkaufschef David O'Brien im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" an. Die 85 in England stationierten Maschinen würden dann auf die 72 Ryanair-Basen in Kontinentaleuropa und Irland verteilt.

Sinken die Ticketpreise?

Schon ohne diesen harten Schritt hatte Ryanair-Chef Michael O'Leary angekündigt, 50 neue Boeing-Jets außerhalb Großbritanniens zu stationieren. Eine Verlagerung weiterer Maschinen in den Rest der EU dürfte den harten Konkurrenzkampf in der Branche weiter verschärfen. Schon jetzt rechnen neben Ryanair auch Lufthansa und Easyjet in den kommenden Monaten mit sinkenden Ticketpreisen.

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt kann sich O'Brien mittelfristig die Stationierung von bis zu 20 Ryanair-Flugzeugen vorstellen. Der Billigflieger greift die Lufthansa seit März an ihrem Heimatflughafen an. Von derzeit zwei Maschinen soll die dort stationierte Ryanair-Flotte im kommenden Winter zunächst auf sieben Jets wachsen. Der Flughafenbetreiber Fraport hatte mit Gebühren-Rabatten für neue Strecken Ryanair und andere Billigflieger angelockt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. Juli 2017 um 15:00 Uhr.

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