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Geschäftsjahr 2016 RWE macht Milliardenverlust

Stand: 22.02.2017 09:45 Uhr

Der Energiekonzern RWE hat das zurückliegende Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Das Minus für 2016 belief sich auf 5,7 Milliarden Euro. Als Gründe nannte RWE niedrige Strompreise und Zahlungen an den Fonds für Atommüll-Entsorgung.

Die niedrigen Strompreise im Großhandel und der Atomkompromiss reißen beim Energiekonzern RWE ein dickes Loch in die Bilanz. Unterm Strich muss das Essener Unternehmen einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro für das vergangene Jahr hinnehmen, wie RWE mitteilte. Bereits im Jahr 2015 hatte das Unternehmen ein Minus von 170 Millionen Euro eingefahren.

Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss fiel mit rund 800 Millionen Euro indes besser aus als von RWE zuvor veranschlagt. Zudem sanken die Nettoschulden um 2,8 Milliarden Euro auf 22,7 Milliarden Euro.

Abschreibungen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro

Beim Jahresgewinn schlugen insbesondere Abschreibungen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro auf den deutschen Kraftwerkspark sowie Anlagen in Großbritannien, den Niederlanden und der Türkei ins Kontor.

Hintergrund sind geänderte Erwartungen für die künftige Entwicklung der Großhandelspreise für Strom. Zweite große Baustelle ist der Atomkompromiss: RWE zahlt zum 1. Juli 2017 die vereinbarten 6,8 Milliarden Euro in den neuen staatlichen Atomfonds, was in den Konzernabschluss durch eine Erhöhung der Kernenergierückstellungen einfließt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Februar 2017 um 10:00 Uhr.

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