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Das chinesische Handelsministerium plant einem Zeitungsbericht zufolge, die Exportquoten für bestimmte Metalle um jährlich zwei bis drei Prozent zu reduzieren. Das berichtete das "China Securities Journal", nachdem das chinesische Handelsministerium bereits angekündigt hatte, die Exportquoten für Seltene Erden 2011 weiter zurückzufahren. China hatte die Exportquoten in diesem Jahr bereits deutlich gesenkt und dies damit begründet, die Ressourcen schonen zu wollen.
[Bildunterschrift: "Willkommen in der Heimat der Seltenen Erden": So werden Besucher in Damao in der Inneren Mongolei begrüßt. ]
Für zehn Metalle, darunter mehrere sogenannte Seltene Erden, sollten zudem strategische Reserven angelegt werden, berichtete die chinesische Staatszeitung "Shanghai Securities News". China produziert mehr als 95 Prozent der seltenen Metalle. Die Rohstoffe werden etwa in Computern, Halbleitern, Rüstungsgütern oder Windturbinen verwendet.
Bisher sind die Rohstoffe auf dem Weltmarkt relativ billig, auch weil in China beim Abbau der Metalle zum Teil sehr niedrige Umweltstandards gelten. Mit dem Aufbau einer strategischen Reserve für diese Rohstoffe könnte China die Preise auf dem Weltmarkt stärker beeinflussen.
Die deutsche Wirtschaft hatte bereits mehrfach vor einer Verknappung wichtiger Rohstoffe gewarnt. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hatte die Industrie aufgefordert, eine Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Rohstoff AG" zu gründen, um die Abhängigkeit etwa bei seltenen Metallen von China zu verringern. "Es gibt die Gefahr, dass wir eine Eisenerz-OPEC oder Seltene-Erde-OPEC bekommen", sagte er in der kanadischen Hauptstadt Ottawa in Anspielung auf die Organisation Erdöl exportierender Länder.
[Bildunterschrift: Hier wird Lanthan gewonnen: Eine Schmelzerei in der Inneren Mongolei ]
Auch bei Eisenerz und Kupfer gibt es Sorgen vor einer Verknappung des Angebots. Ramsis Shehata, Vorsitzender der Geschäftsführung von ThyssenKrupp Fördertechnik, warnte vor weitreichenden Folgen: "Ein Eisenerzkartell wäre für die westliche Welt tödlich."
Erst kürzlich hatte der Bundesverband der Deutschen Industrie bei einem Rohstoffkongress vor den Folgen einer Verknappung wichtiger Stoffe gewarnt. Bereits jetzt sei die Produktion in einigen Bereichen gefährdet.
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