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Absatzeinbruch in Europa
Renault streicht 7500 Jobs in Frankreich
Der französische Autobauer Renault will in Frankreich bis 2016 rund 7500 Stellen abbauen. Nach Angaben des Konzerns sollen 5700 freiwerdende Stellen in den Jahren 2013 bis 2016 nicht wieder neu besetzt werden. Darüber hinaus sollen 1800 weitere Mitarbeiter den Autobauer verlassen, etwa durch vorgezogenen Ruhestand. Dazu soll eine Vereinbarung mit den Gewerkschaften geschlossen werden. Renault baut damit rund 14 Prozent seiner Belegschaft in Frankreich ab.
Renault hatte Anfang November mit den Arbeitnehmervertretern über die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns mit dem Ziel verhandelt, alle Werke in Frankreich zu erhalten. Dabei ging es auch um längere Arbeitszeiten und um Flexibilität zwischen den einzelnen Standorten.
Die europäischen Autobauer, insbesondere die Hersteller kleinerer Wagen, leiden unter einer Absatzkrise vor allem in den hoch verschuldeten Südländern. Im vergangenen Jahr hatte bereits der angeschlagene französische Autobauer PSA Peugeot Citroën den Abbau Tausender Stellen in Frankreich angekündigt.
Renault will tausende Arbeitsplätze abbauen
A.C. Heckmann, ARD Paris
16.01.2013 02:11 Uhr
Absatzeinbruch in Europa
Renault musste zuletzt einen Einbruch bei den Verkäufen in Europa hinnehmen; im vergangenen Jahr gingen die Neuzulassungen der Marken Renault und Dacia in Frankreich um 22,1 Prozent zurück. Auch in Deutschland hatte Renault 2012 einen überdurchschnittlich großen Absatzrückgang verkraften müssen. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge - Pkw und Nutzfahrzeuge - der beiden Konzernmarken Renault und Dacia sank gegenüber dem Vorjahr um rund 11.000 auf 170.000. Das Unternehmen führt dies auf eine in die Jahre gekommene Modellpalette und die Kaufzurückhaltung vieler Privatkunden zurück. 2012 sei für die Renault-Gruppe ein Übergangsjahr gewesen, sagte Deutschland-Chef Achim Schaible.
Im November hatte der Konzern angekündigt, seine Produktion in Spanien auszubauen. Dort sollen 1300 neue Jobs geschaffen werden.
Stand: 15.01.2013 16:53 Uhr
