Logo des französischen Autobauers Renault | Bildquelle: REUTERS

Rückruf wegen Abgaswerten Werkstatt-Stopp auch bei Renault

Stand: 19.01.2016 15:03 Uhr

Zu hohe Abgaswerte - auch bei Renault gibt es da ein Problem. Der französische Autobauer ruft 15.000 Diesel-Fahrzeuge zurück in die Werkstatt. 700.000 Wagen könnten darüber hinaus ein Software-Update erhalten. Renault geht damit nach Razzien in die Offensive.

Es war Frankreichs Umweltministerin Segolene Royal, die den Rückruf bekannt gab: Renault bittet die Besitzer von 15.000 Diesel-Fahrzeugen in die Werkstatt. Grund: Die Motoren sollen entsprechend den Emissionsvorschriften neu eingestellt werden. Konkret geht es um die Funktion von Filtersystemen bei sehr niedrigen und sehr hohen Temperaturen. Bei Tests hatte es in diesen Situationen Probleme gegeben.

Mit Software Stickstoff-Ausstoß senken

Der französische Staat hält 20 Prozent der Renault-Aktien. Die Regierung betonte, bei Renault sei keine manipulierte Software im Spiel. Trotzdem ist Software genau ein Rad, an dem der Konzern auch bei 700.000 weiteren Wagen nachjustieren will. Im März will Renault das neue Programm vorstellen, dass den Stickoxid-Ausstoß im Straßenverkehr senken soll. Von Juli an sollen diese Fahrzeuge neue Software erhalten. Für die Fahrzeugbesitzer soll die Update-Aktion aber freiwillig sein.

Renault reagiert mit dem Rückruf auf Razzien bei dem Unternehmen. Nach den Durchsuchungen war die Aktie des Autobauers auf Talfahrt gegangen. Inzwischen hat sich der Renault-Kurs aber wieder gefangen. Ein Grund dafür war der Rekordabsatz im Vorjahr und die Aussicht auf weiteres Wachstum.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. Januar 2016 um 16:30 Uhr.

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