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Investor für insolventen Solarhersteller
Südkoreanischer Konzern schnappt sich Q-Cells
Der südkoreanische Hanwha-Konzern will den insolventen Solarhersteller Q-Cells aus Bitterfeld übernehmen. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits unterzeichnet, wie der Insolvenzverwalter Henning Schorisch mitteilte. Der Kaufvertrag stehe unter der Bedingung, dass die Gläubigerversammlung am 29. August zustimme.
Neben der Übernahme von Verbindlichkeiten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe sieht der Kaufvertrag laut Schorisch außerdem einen Bar-Kaufpreis in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe vor. Der strategische Investor beabsichtige, den weitaus größten Teil der gesamten Q-Cells-Gruppe zu übernehmen, hieß es. Die Entscheidung, dieses Angebot anzunehmen, liege nun bei den Gläubigern.
Investorengerangel um insolventen Solarkonzern Q-Cells
G. Rohleder, DLF
27.08.2012 14:56 Uhr
Zentrales Solar-Forschungszentrum in Sachsen-Anhalt
Die Hanwha-Gruppe gehört mit einem Umsatz von etwa 27 Milliarden US-Dollar zu den größten Unternehmen Südkoreas. Beim Solarmodulbau arbeitet sie bereits seit Jahren mit Q-Cells zusammen. Hanwha könnte im Süden Sachsen-Anhalt sein zentrales Solar-Forschungszentrum aufbauen. Das Angebot der Südkoreaner beinhaltet nach dpa-Informationen, dass die Produktion in Deutschland fortgeführt wird.
Q-Cells, einst größter deutscher Solarkonzern mit rund 2300 Mitarbeitern, hatte Anfang April Insolvenzantrag gestellt. Betroffen davon waren die damals noch rund 1300 Beschäftigten am ostdeutschen Standort Bitterfeld-Wolfen.
Stand: 26.08.2012 22:00 Uhr
