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Auch mehr als zwei Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise kommen große Fusionen und Übernahmen unter europäischen Banken einer Studie zufolge nicht wieder in Gang. Größter Investor in dieser Branche war auch im vergangenen Jahr der Staat. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC), die für die Untersuchung rund 200 Finanzdienstleister befragte.
[Bildunterschrift: Nun Besitz des irischen Finanzministeriums: Die Anglo Irish Bank ]
Im vergangenen Jahr sank demnach das Transaktionsvolumen in der Branche in Europa auf 80 Milliarden Euro, den niedrigsten Wert seit 2003. Die Hälfte davon waren staatliche Hilfsaktionen. Bei acht der zehn größten Transaktionen waren der Studie zufolge Staaten die Käufer - allen voran die Bundesregierung, die für fast zehn Milliarden Euro mit 25 Prozent bei der Commerzbank einstieg. Im Boomjahr 2007 waren noch Banken und andere Finanzinstitute für 208 Milliarden Euro ge- und verkauft worden.
Für das laufende Jahr erwarten die PwC Befragten aber eine Trendumkehr. Drei Viertel gehen davon, dass das Volumen wieder steigen wird - und dass dabei private Investoren wieder die Oberhand gewinnen werden. "Viele europäische Regierungen fokussieren sich mittlerweile weniger auf die Unterstützung von Banken als auf die Planung von Exit-Strategien. Mit staatlichen Anteilsverkäufen in größerem Maßstab ist in Europa bis Jahresende allerdings noch nicht zu rechnen", erläutert der Leiter des Bereichs Banking and Capital Markets bei PwC, Burkhard Eckes.
| Institut (Anteil) | Käufer | Volumen (in Mio. Euro) |
|---|---|---|
| Commerzbank AG (25%) | Deutsche Bundesregierung | 9970 |
| Barclays Global Investors | Black Rock Unc, USA | 9678 |
| Royal Bank of Scotland (29,79%) | UK Treasury | 5884 |
| Lloyds Banking Group (21,6%) | UK Treasury | 4455 |
| Anglo Irish Bank | Irish Ministry of Finance | 3827 |
| Hypo Real Estate (91,35%) | Deutsche Bundesregierung | 3302 |
| HSH Nordbank AG (25,99%) | Deutsche Bundesregierung | 3000 |
| BPCE (20%) | Französische Regierung | 3000 |
| WestLB (49%) | Deutsche Bundesregierung | 3000 |
| Friends Provident Plc | Resolution Ltd, UK | 2164 |
| Quelle: PwC |
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