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Die Deutsche Post hat in mindestens zwei Briefzentren jahrelang sensible Krankendaten von Mitarbeitern gespeichert.
Beschäftigte des Unternehmens hätten dies "entgegen aller Richtlinien" zum Datenschutz getan. Es handle sich aber um Einzelfälle, sagte eine Post-Sprecherin. Dem Unternehmen seien die Vorfälle seit vergangenem Jahr durch anonyme Beschwerden von Mitarbeitern bekannt. Die Post habe reagiert und die sensiblen Daten "natürlich sofort gelöscht". Auch Personalvorstand Walter Scheuerle gestand dem Magazin "Spiegel" zufolge ein, dass Akten über Krankendaten in zwei Briefzentren geführt wurden. Die Post habe enstprechende personelle und organisatorische Konsequenzen gezogen. Es sei alles getan worden, um eine Wiederholung auszuschließen.
[Bildunterschrift: Auch bei der Deutschen Post wurden Krankendaten illegal gesammelt. ]
Nach Recherchen des Magazins wurden selbst intimste Krankheitsdetails über Mitarbeiter registriert. Dazu gehörten genaue Beschreibungen psychischer Erkrankungen und Details über schwere Herzerkrankungen oder Darminfektionen. Die Datensammlungen seien häufig mit klaren Handlungsempfehlungen verbunden gewesen. So habe auf Beschäftigte eingewirkt werden sollen, in den Vorruhestand zu gehen oder das Tätigkeitsfeld im Konzern zu wechseln.
Das gehe aus Unterlagen hervor, die dem Magazin vorlägen.
Damit weitet sich die Datenaffäre in großen deutschen Unternehmen aus. Im April war bekannt geworden, dass beim Discounter Lidl und beim Drogeriemarktkette Müller ebenfalls Krankendaten gesammelt worden waren. Der baden-württembergische Datenschutz hatte sich bei Müller eingeschaltet. Auch in Mercedes-Werken in Bremen und Untertürkheim in Baden-Württemberg waren illegal Krankendaten von Mitartbeitern erfasst worden. Der Konzern sprach von Aktionen Einzelner und versprach Aufklärung. Auch die Deutsche Bahn war wegen Datenschutz-Verstößen ins Visier von Ermittlern geraten.
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