Eine Mitarbeiterin der Deutschen Post prüft einen Stapel mit Briefen vor der Sortiermaschine im Briefzentrum Leipzig (Sachsen). | Bildquelle: picture alliance / ZB

Mengenrabatt wird gesenkt Briefe werden für Unternehmen teurer

Stand: 04.10.2017 12:04 Uhr

Unternehmen müssen ab 2018 im Durchschnitt fünf Prozent mehr Porto zahlen. Entsprechende Medienberichte bestätigte die Post dem WDR. Grund ist die stetig sinkende Anzahl von Briefen. Das macht jedes einzelne Schreiben teurer.

Geschäftskunden müssen ab 2018 mehr Briefporto zahlen. Wie die Deutsche Post dem WDR bestätigte, steigen die Gebühren pro Brief durchschnittlich im fünf Prozent. Der Grund: Durch die elektronische Konkurrenz wie E-Mail oder SMS sinken die Briefzahlen seit Jahren stetig - der einzelne Bief wird dadurch teurer.

Für Unternehmen sinken daher ab kommendem Jahr die Mengenrabatte, die man ihnen bislang eingeräumt hatte, um drei Prozent. Diese Rabatte greifen dann, wenn sie zum Beispiel die Briefe zum Beispiel selbst vorsortieren und der Post damit Arbeit abnehmen. Mit den zusätzlichen Einnahmen will die Post aber nicht nur die sinkenden Briefmengen ausgleichen, sondern auch in moderne Briefzentren und IT investieren.

Erst Anfang 2016 hatte die Post das Briefporto stark erhöht, unter anderem beim Standardbrief um fast 13 Prozent so stark wie nie zuvor. Für Privatkunden aber gab der Konzern aktuell zumindest Entwarnung: Es bleibe dabei, dass sich zum Beispiel beim Briefporto von 70 Cent für einen einfachen Brief bis Ende 2018 nichts ändern solle. Das war allerdings auch eine Vorgabe der Bundesnetzagentur für die letzte Erhöhung.

Mit Informationen von Jörg Sauerwein, WDR

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. Oktober 2017 um 10:15 und 11:45 Uhr in den Nachrichten.

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