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Porträt Steve Girsky

"Mr. Fix It" übernimmt

Dass Opel ein wichtiger Teil von General Motors ist, hat Steve Girsky in der Vergangenheit immer wieder betont - nun soll er diesen Teil der GM-Familie erst einmal leiten. Der 50-jährige Amerikaner gilt aber als nicht ganz einfach - er ist bekannt für seine Ungeduld und Direktheit.

Von Sabine Müller, HR-Hörfunkstudio Washington

Man nennt ihn auch "Mr. Fix It" - mit Steve Girsky bekommt Opel einen kompetenten, aber nicht unbedingt einfachen Übergangschef. Der 50-Jährige mit dem schütteren Haupthaar und der randlosen Brille ist berüchtigt für seine Ungeduld und seine Direktheit.

Steve Girsky
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Der neue Opelchef Girsky könnte eines Tages den Chefposten bei GM übernehmen.

Er sagt, was er denkt und hält nichts von Schönrederei. Wenn Girsky jemanden für inkompetent hält, versteckt er das nicht. Aber Kollegen sagen, er sei auch einer, der gut zuhören kann und durchaus bereit ist, seine Positionen zu überdenken.

Der gebürtige New Yorker Girsky kennt die Autoindustrie gut, und zwar nicht nur aus der Hersteller-Sicht.

Nach der Uni heuerte er bei einer Analystenfirma an und erzählte der amerikanischen Autoindustrie jahrelang, was sie alles falsch machte. 2005 wechselte er die Seiten und ging als Berater zu General Motors.

Porträt Steve Girsky, Übergangschef bei Opel
S. Müller, HR Washington
12.07.2012 19:25 Uhr

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Nach nur elf Monaten gab er frustriert auf und sagte: "Ich fühlte mich wie ein kleines Ruderboot, das zum Supertanker fuhr und ein paarmal dagegen trat. Ich weiß nicht, ob er sich bewegte, aber es ist Zeit, zurückzurudern." 2009 kehrte Girsky als Mitglied des Verwaltungsrats nach Detroit zurück und gehörte zu den wenigen in der Firmenzentrale, die sich dafür stark machten, dass GM Opel nicht verkauft.

Girsky mischt überall mit

Opel sei ein wichtiger Teil der General-Motors-Familie, hört man Girsky immer wieder sagen. Aber auch dies: Es müsste sich vieles ändern. Der GM-Vizechef mischt sich sehr persönlich ein ins europäische Geschäft, hat seine Finger drin in Verhandlungen mit Gewerkschaften und Regierungen. Gewerkschaftsführer werfen ihm vor, er spiele Werke gegeneinander aus, um Zugeständnisse zu erreichen.

Möglicher Kandidat für den GM-Chefposten?

Wenn er nach möglichen Werksschließungen in Europa gefragt wird, sagt Girsky, man denke über alles nach, was die Einnahmen erhöhen und die Kosten senken könne. Schon vor seiner Ernennung als Übergangschef von Opel war klar: Wenn Girsky in Europa einen guten Job macht, dann ist er ein heißer Kandidat für den Chefposten bei General Motors, wenn der vakant wird.

Stand: 12.07.2012 20:46 Uhr

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