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[Bildunterschrift: Stahlrohre für die Ostsee-Pipeline: Auch Russland hält weiter an dem Projekt fest. ]
Vor dem Spitzentreffen der Europäischen Union und Russlands in Nizza hat der russische Botschafter in Berlin, Wladimir Kotenjow, betont, dass sein Land die geplante Ostsee-Pipeline nicht in Frage stelle. "Wir wollen an dem Projekt festhalten", sagte er in der ARD. Die ökologischen Probleme, die vor allem vom Schweden und Finnland vorgebracht würden, seien allesamt aus der Welt geschafft worden.
Die laut geäußerte Überlegung von Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin, die nach Greifswald führende Pipeline nicht zu bauen, sei keine Drohung gewesen, so Kotenjow weiter. "Herr Putin hat nicht gedroht." Die deutsche Wirtschaft brauche dieses Projekt ebenso wie Russland.
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Der CDU-Außenpolitiker Andreas Schockenhoff betonte ebenfalls das beiderseitige Interesse an einer europäisch-russischen Energiepolitik. "Wir sind eben nicht einseitig abhängig von russischer Energie, sondern die Russen sind mindestens genauso abhängig von den Märkten in Westeuropa", sagte Schockenhoff im RBB- Inforadio.
[Bildunterschrift: Wladimir Putin: "Europa muss sich entscheiden." ]
Putin hatte am Mittwoch angesichts der anhaltenden Kritik einiger EU-Staaten den Bau der Pipeline in Frage gestellt. Als Alternative könnte Russland Anlagen zur Gasverflüssigung bauen und das Erdgas per Tanker auf den Weltmarkt bringen, so Putin weiter. Dies wäre dann allerdings wesentlich teurer. "Europa muss sich entscheiden, ob es die Leitung braucht oder nicht."
Die Pipeline soll von Russland aus durch die Ostsee direkt nach Westeuropa verlaufen und die baltischen Staaten sowie Polen umgehen. Vor allem Polen hat sich entschieden gegen das Projekt ausgesprochen, das auch bei anderen Ostsee-Anrainern umstritten ist. Sie befürchten zudem, dass sich Europa dadurch noch stärker von russischen Erdgaslieferungen abhängig machen könnte.
Das mehr als sieben Milliarden Euro teure Projekt soll 2011 in Betrieb gehen. Durch die Pipeline sollen jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland gepumpt werden.
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