Penguin Random House: Der größte Publikumsverlag ist da

Random House und Penguin (Bildquelle: dpa)

Fusion von Random House und Penguin

Der weltgrößte Buchverlag ist da

Die Fusion von Random House und Penguin zum größten Buchverlag der Welt ist besiegelt. Seit heute gelten laut Bertelsmann die unterzeichneten Verträge. Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe sprach von einem historischen Datum für das Unternehmen.

Das Medienunternehmen hält 53 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Penguin Random House. Die Penguin-Mutter Pearson hat 47 Prozent. Der Verlag umfasst alle Einheiten der bisherigen Töchter in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Indien. Das Random-House-Geschäft in Spanien fließt ebenso in den Verlag ein wie die Penguin-Aktivitäten in Asien und Südafrika. Nicht betroffen ist das Deutschland-Geschäft von Random House.

Vorstandsvorsitzender des neuen Großverlages ist Markus Dohle. Er führt fast 11.000 Mitarbeiter mit einem Umsatz von drei Milliarden Euro. Dohle bleibt Chef der unabhängigen deutschen Sparte. Für die Integration der beiden Verlagsteile hat Markus Dohle zwei bis drei Jahre Zeit.

Bertelsmann dominiert

Das neue Unternehmen wird mehrheitlich von Bertelsmann geführt und fließt auch komplett in die Bilanz ein. Man habe das Recht, den Vorstandsvorsitzenden zu benennen und die Mehrheit im Aufsichtsrat, sagte Rabe. Somit könne man fast alle Entscheidungen auch ohne Pearson fällen. Einvernehmliche Lösungen seien ihm aber wichtig. Der letzte offene Punkt bei den Fusionsgesprächen sei der Name des neuen Unternehmens gewesen.

Random House Deutschland bleibt eigenständig. Rabe schloss aber für die Zukunft nicht aus, dass die Sparte in das jetzt fusionierte Unternehmen  einfließt. "Zusammen mit Random House Deutschland wäre unser Anteil einfach zu groß gewesen. Das konnte Pearson so nicht stemmen", sagte der Bertelsmann-Chef. Zwischen beiden Partnern sei für die Fusion kein Geld geflossen.

15.000 Titel pro Jahr und 70 Nobelpreisträger

Das neue Unternehmen ist in 23 Ländern vertreten. Pro Jahr bringt es mit seinen 250 Verlagstöchtern 15.000 neue Titel auf den Markt. Mehr als 70 Nobelpreisträger stehen bei Penguin Random House unter Vertrag. Darunter sind Günter Grass (1999), Orhan Pamuk (2006) und Mo Yan (2012). Bestsellerautoren sind unter anderem Dan Brown, Patricia Cornwell, Ken Follet, John Updike und John Grisham.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. Juli 2013 um 18:00 Uhr.

Stand: 01.07.2013 17:23 Uhr

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