Deutsche Post DHL testet Drohne Per "Paketcopter" ans andere Ufer

Stand: 09.12.2013 16:57 Uhr

Die Deutsche Post DHL hat erstmals den Einsatz einer Kleindrohne für die Paketzustellung getestet. Bei dem erfolgreichen Probeflug brachte der "DHL Paketkopter" ein Paket mit Medikamenten von einer Apotheke in Bonn zur Konzernzentrale auf der anderen Rheinseite.

Konkrete Pläne, das unbemannte Kleinfluggerät im regulären Zustellbetrieb einzusetzen, hat die Post noch nicht. "Wir stehen erst ganz am Anfang des Forschungsprojekts", sagte Post-Manager Ole Nordhoff, der die Lieferung in Empfang nahm. Grundsätzlich gehe es aber um eine "spannende Technologie". Sie müsse nun weiterentwickelt werden.

Die Drohne - ein sogenannter Quadrokopter - war bei dem Jungfernflug von etwa einem Kilometer über unbewohntes Gebiet rund zwei Minuten in einer Höhe von etwa 50 Metern unterwegs. Aus Sicherheitsgründen wurde sie von zwei Steuermännern mit Funksignalen ins Ziel gebracht. Technisch wäre auch bereits eine GPS-Steuerung möglich gewesen. Für den Flug gab es eine behördliche Genehmigung.

Testflug des Paketcopters in Bonn | Bildquelle: AFP
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Der "Paketcopter" flog etwa einen Kilometer weit - von einem Rheinufer ans andere.

Testflug des Paketcopters in Bonn | Bildquelle: AFP
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Die Post hat trotz des Testflugs noch keine konkreten Pläne für einen regulären Lieferbetrieb mit der Drohne.

Amazon machte den Anfang

Erst vor wenigen Tagen hatte der weltgrößte Online-Händler Amazon mit seiner Ankündigung, in der Zukunft Päckchen auch mit Mini-Drohnen zustellen zu wollen, für viel Wirbel gesorgt. Die Idee ist nach Angaben des Unternehmens, per "Octocopter" bestellte Ware binnen 30 Minuten zum Käufer zu bringen. Amazon-Gründer Jeff Bezos schränkte aber ein, noch seien Tests und Zulassungen der Luftfahrt-Behörde FAA nötig. Auch der US-Paketdienst UPS denkt nach eigenen Angaben über den Einsatz von solchen Transportkoptern nach.

Unbemannte Fluggeräte haben im Rüstungsbereich heftige Diskussionen ausgelöst. Sie sind aber auch im zivilen Bereich umstritten. Dabei sind sie schon vielfach unterwegs, häufig mit Kameras ausgerüstet, zur Inspektion und Überwachung aus der Luft, zur Geodatensammlung oder zur Katastrophenhilfe. In der unbemannten Luftfahrt ist aber noch vieles ungeklärt, vor allem rechtlich.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. Dezember 2013 um 15:45 Uhr.

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