Börsengang der Siemens-Tochter Osram streicht Tausende Stellen

Stand: 30.11.2012 14:32 Uhr

Der Leuchtmittelhersteller Osram streicht Tausende Stellen. Bis 2014 sollen nach Angaben des Konzerns weltweit 5400 Arbeitsplätze verloren gehen. In Deutschland treffe es 1100 Mitarbeiter, hauptsächlich an den Standorten Berlin, Wipperfürth und München. Daneben seien Einsparungen in Milliardenhöhe sowie der Verkauf von Werken vorgesehen. Anfang des Jahres hatte der Konzern bereits jede zehnte Stelle in Deutschland gestrichen. Am Ende wird jeder fünfte Arbeitsplatz weggefallen sein.

Das Firmenlogo des Leuchtmittelherstellers Osram hängt an einer Werkshalle des Werks Augsburg neben einer rote Ampel | Bildquelle: dapd
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1100 Mitarbeiter des Leuchtmittelherstellers verlieren in Deutschland ihre Job.

"Wir gehen konsequent den Weg des Firmenumbaus und schreiten dabei in das digitale Lichtzeitalter vor", sagte Osram-Chef Wolfgang Dehen. Der Lichtmarkt befinde sich im Wandel - etwa hin zur LED-Technik. Angesichts des Energiespartrends und der wachsenden Nachfrage habe der Markt großes Potential. Allerdings koste die Entwicklung neuer Technik viel Geld und die Konkurrenz sei groß.

Niedrigere Wertschöpfungstiefe als im traditionellen Geschäft

Harter Wettbewerb drückt wiederum die Preise. Auch wenn durch neue Technologien neue Jobs geschaffen würden, könne dies nicht die fehlenden Gewinne aus dem traditionellen Geschäft mit Leuchtmitteln und den damit einhergehenden Stellenabbau ausgleichen, sagte der Vorstandsvorsitzende Dehen.

Das Sparprogramm, das Osram auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag veranschlagt hat, habe Dehen zufolge zwei Ziele: profitabel zu werden und neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

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