Kriselnde Autohersteller arbeiten zusammen Opel und Peugeot-Citroën vereinbaren Kooperation

Stand: 20.12.2012 12:50 Uhr

Die beiden angeschlagenen Autohersteller Opel und PSA Peugeot-Citroën arbeiten im Kampf gegen die dramatische Absatzflaute in Europa zusammen. Der US-Mutterkonzern von Opel, General Motors (GM), und das französische Unternehmen unterzeichneten jetzt bindende Verträge für ihre im Februar beschlossene Zusammenarbeit bei Autobau und Einkauf, wie Opel mitteilte.

Die Autokonzerne GM und Peugeot
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Die Autokonzerne GM und Peugeot schmieden eine weltweite Allianz.

Demnach wollen die Konkurrenten gemeinsam drei Automodelle für die GM-Marken Opel und Vauxhall sowie für Peugeot entwickeln. Die ersten Autos aus der Allianz sollen bis Ende 2016 auf den Markt kommen. Ursprünglich waren vier Modelle geplant. Vorgesehen ist unter anderem die Entwicklung eines Vans und eines Kleinwagens: "Die Fahrzeuge von Opel/Vauxhall, Peugeot und Citroën werden sich stark unterscheiden und der jeweiligen Markencharakteristik voll und ganz entsprechen", hieß es in einer Erklärung von Opel.

Zusammenarbeit bei Einkauf und Logistik

Zudem wollen GM und PSA im Einkauf mit einem Gemeinschaftsunternehmen deutlich sparen. Bereits im Juli war ein Logistikabkommen geschlossen worden. Durch die Zusammenarbeit wollen die Unternehmen nach spätestens fünf Jahren zusammen jährlich zwei Milliarden Dollar (1,5. Mrd Euro) einsparen.

Inzwischen sprechen GM und PSA auch über eine Zusammenarbeit im Bereich Motoren und die Ausdehnung der Allianz über Europa hinaus auf Lateinamerika und andere Wachstumsmärkte. Die gemeinsame Produktion sei hingegen nicht Gegenstand der Allianz.

Verlust weiterer Arbeitsplätze befürchtet

Opel und Peugeot Citroën macht die Konzentration auf den europäischen Markt schwer zu schaffen. Beide Firmen schreiben hohe Verluste und wollen durch die Zusammenarbeit ihr Europageschäft wieder flott machen. Arbeitnehmervertreter beider Konzerne befürchten, dass der Zusammenarbeit noch mehr Arbeitsplätze zum Opfer fallen könnten als ohnehin schon geplant. GM hatte kürzlich angekündigt, die Autoproduktion im Werk Bochum mit mehr als 3000 Beschäftigten 2016 auslaufen zu lassen.

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